Wachst du auch zwischen 3 und 5 Uhr morgens auf? Es könnte einen ganz bestimmtem Grund haben

Wer gut schläft, lebt gut, heißt es. Im Umkehrschluss könnte ein schlechter Schlaf darauf hinweisen, dass etwas in Körper oder Geist nicht ganz im Lot liegt.

Manche Menschen wachen jede Nacht zur selben Zeit auf, oft zwischen drei und fünf Uhr morgens. Dies ist kein Zufall, behaupten Schlafexperten.

Die Stunde des Wolfes

Die Zeit zwischen drei und fünf Uhr morgens ist auch als die Stunde des Wolfes bekannt, nach dem gleichnamigen Film des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman. Es ist die Zeit, in der der Körper oft in den tiefsten Schlaf rutscht, weshalb die Körperfunktionen besonders betroffen sind.

Für alle Menschen ohne dieses Schlafproblem repräsentiert die Stunde des Wolfes den Zeitraum, in dem der Schlaf am tiefsten sein sollte. Doch wer zu dieser Zeit aufwacht, kann mehr als sonst Gefühle der Angst und Beklemmung empfinden

Der Biorhythmus des Körpers (der 24-Stunden-Kreislauf physiologischer Prozesse) folgt meist dem Sonnenauf- und -untergang. Deshalb sind Körpertemperatur, Blutdruck und Stoffwechsel während der Nacht niedriger als sonst. Gegen vier Uhr morgens sind sie am tiefsten, weil der Körper dann seine natürliche Ruhephase erreicht hat. Wer allerdings an Angstzuständen leidet, kann ausgerechnet zu dieser Zeit besonders unruhig schlafen, weshalb man aufwacht und nicht wieder einschlafen kann.

Angst, Alter und Alkohol

Doch den einen Grund, mitten in der Nacht aufzuwachen, gibt es nicht. Stattdessen hat die Schlaflosigkeit viele verschiedene Ursachen, die biologischer, medizinischer oder psychischer Natur sein können. Schlafexperte Michael Perlis meint im Gespräch mit Time, dass Depressionen mit einer späten Schlaflosigkeit verbunden sind. Jene lässt Menschen so spät in der Nacht aufwachen, dass sie manchmal nicht mehr einschlafen können und besonders früh in den Tag starten müssen.

Selbst die besten Schläfer wachen manchmal in der Nacht auf. Doch meist ist der Zeitraum so kurz, dass man sich morgens nicht mehr daran erinnern kann. Wer hingegen ständig nachts aufwacht und sich am nächsten Tag noch daran erinnert, könnte an einem medizinischen Problem wie Schlafapnoe leiden. In diesem Fall ist der Gang zum Arzt empfehlenswert. Zudem spielt auch das Alter eine Rolle bei der Qualität des Schlafes, die mit der Zeit abnimmt.

Wer hingegen immer zur selben Zeit, etwa um drei Uhr morgens, aufwacht, könnte die Ursache im Alkoholkonsum finden. Jener hilft zwar zunächst dabei, den Körper in Tiefschlaf zu versetzen, doch wenn der Alkohol schließlich abgebaut ist, kann sich der Effekt umkehren und einen wieder aus dem Schlaf reißen.

Sleeping problems
Foto: Shutterstock

Wachst du auch oft mitten in der Nacht auf? Vielleicht hast du ja in diesem Beitrag den Grund dafür gefunden.

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