Hund bellt in den Gully – was sein Frauchen darin entdeckt, raubt ihr die Worte

Wer Stimmen aus dem Gully hört, denkt vielleicht zunächst an Stephen Kings berühmtes Horrorbuch „ES“. Auf den ersten Seiten begegnet dort ein kleiner Junge namens Georgie einem mörderischen Clown, der ihn in die Kanalisation lockt.

Auch in dieser Geschichte vernimmt ein „Georgie“ Geräusche aus dem Abwasserkanal – den Hund und sein Frauchen Charmaine Keevy erwartete aber eine Überraschung der völlig anderen Art, als sie am 3. April gemeinsam Spazieren gingen.

Die 63-Jährige und ihr Dackel wechseln öfter mal die Route, wenn sie draußen im südafrikanischen Port Elizabeth Gassi gehen. Als sie an diesem Tag an einem Gully vorbeikamen, fing Georgie wie verrückt an zu bellen. Charmaine schaute genauer hin – und konnte ihren Augen nicht trauen.

Charmaine dachte zunächst, ihr Georgie hätte etwas entdeckt, das ihm Angst macht. Liftable zitiert das Frauchen: “Ich dachte erst, es sei eine Katze, weil er Angst vor Katzen hat, doch als ich die Schreie hörte, wurde mir klar, dass es ein Baby war.

Baby im Gully

Sie haben richtig gehört – ein Baby. Das verblüffte Frauchen hielt ein vorbeikommendes Auto an, in dem Cornie Viljoen saß. Mit einer Stahlstange hoben sie den Betondeckel vom Gully, und der Blick auf ihren bemerkenswerten Fund wurde frei.

Ein nacktes Baby, an dem sogar noch die Bauchnabelschnur hing, lag am Grund des Kanals.

Viljoen kletterte ins knapp zwei Meter tiefe Loch, wo sie ein Begrüßungskomitee roter Ameisen erwartete, die ihre Beine mit Bissen übersäten – gut, dass sie das kleine Baby nebenan verschont hatten.

Im Gespräch mit der Daily Mail sagte Viljoen: “Ich wusste nicht, ob das Baby verletzt war, also versuchte ich, sie sehr vorsichtig und langsam zu nehmen und sie war einfach so klein. Ich wollte sie nur eine Weile lang halten, doch ich wusste, dass sie dringend medizinische Hilfe benötigte.

April-Baby

Viljoen reichte Keevy das Baby, die es in ihren Pulli wickelte und besänftigte, während sie gemeinsam auf den Notarzt warteten. Jener brachte das unterkühlte und von Atemproblemen gequälte Baby sofort ins Krankenhaus.

Ich glaube wirklich, dass es meine Bestimmung war, dieses Baby zu finden, besonders weil ich bei unseren Spaziergängen eigentlich einen anderen Weg gehe. Ich kann einfach nicht anders, als zu fühlen, dass es eine Art Plan und eine Bestimmung für das Leben dieses kleinen Mädchens gibt – es ist zweifellos ein Wunder,“ so Keevy.

 

Die Mutter des Mädchens, das den Namen Grace April erhielt, konnte noch immer nicht ausfindig gemacht werden.

Vor zwei Wochen bestätigte Charmaine auf Facebook, dass Grace April trotz gegenteiliger Behauptungen, die in den sozialen Netzwerken herumgeisterten, noch am Leben und in einem Brutkasten ist.

SHE IS ALIVE!!!!! If you are reading this please share on your time line. I have been so saddened by the negative talk…

Posted by Charmaine Elizabeth Keevy on Thursday, 5 April 2018

Gut, dass Georgie die Schreie des Babys hörte, und Charmaine ihren Hund ernst nahm. Wie das Baby in der Kanalisation landete, ist unbekannt – doch mit etwas Glück und wegen ihrer Kämpfernatur war der Gully nicht die unwürdige Endstation für die Kleine.

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