Tweet about this on Twitter Pin on Pinterest Share on Facebook

Mysteriöse Kiste wird am Flughafen zurückgelassen – als sie 7 Tage später aufgebrochen wird, trauen sie ihren Augen nicht

An Flughäfen herrscht niemals Stillstand. Jeden Tag werden unzählige Gepäckstücke, Handelsgüter und andere Frachten verladen und auf den Weg rund um die Welt geschickt. Im unübersichtlichen Gepäck-Dschungel müssen die Mitarbeiter stets den Überblick behalten und verdächtige Objekte oder Aktivitäten melden.

Als am Beirut Rafic Hariri International Airport im Libanon eine mysteriöse Box auftauchte, der jegliche Beschriftung fehlte, stach sie den Mitarbeitern natürlich sofort ins Auge.

Mysteriöse Kiste

 

Die Kiste war nur 42cm hoch und an den Seiten mit mehreren Löchern versehen.

Ihrer Kennzeichnung zufolge war sie unterwegs nach Syrien. Abgesehen von der Flugscheinnummer war sie allerdings völlig unbeschriftet.

Es fehlten Informationen über Sender und Empfänger und weil auch keine anderen Dokumente verfügbar waren, zog die Kiste schon bald die Aufmerksamkeit des Beiruter Flughafenpersonals auf sich.

Bildquelle: Animals Lebanon (Facebook)

Sieben Tage stand die mysteriöse Kiste am Flughafen herum. Schließlich erteilte ein Richter die Erlaubnis, sie aufzubrechen…und was sie darin fanden, hätte niemand für möglich gehalten.

In der winzigen Holzkiste lagen eingepfercht drei lebendige Sibirische Tigerkätzchen – dehydriert, am Verhungern, von Maden infiziert und von ihrem eigenen Urin durchnässt.

Nichts hatte darauf hingewiesen, dass die Kiste Tiger oder irgendwelche lebendigen Tiere enthielt“ schrieb die Tierschutzorganisation Animals Lebanon auf Facebook.

Bildquelle: Animals Lebanon (Facebook)

Die drei Tigerkätzchen waren aus der Ukraine gekommen und aller Wahrscheinlichkeit nach unterwegs zu einem Zoo in Syrien, an sie die ursprünglichen Besitzer verkaufen hatten wollen.

Nach der Entdeckung verlangte Animals Lebanon, die Tiere in Gewahrsam nehmen zu dürfen – und wegen ihres schlechten Gesundheitszustand stellte ein Richter die Tiger frei, wie The Telegraph berichtet.

Animals Lebanon kümmerte sich sofort um tierärztliche Betreuung für die Wildkatzen. Die Tiger hatten keine Impfungen und nur eines der Jungtiere trug einen Mikrochip – obwohl das Gesetz vorschreibt, dass für den Transport alle Tiere solche Chips tragen müssen.

Bildquelle: Animals Lebanon (Facebook)

 

Eine bedrohte Tierart

 

Weil sie endlich Liebe und angemessene Pflege erhielten, verbesserte sich der Zustand der Tiger schon bald. Doch sie schwebten noch immer in Gefahr.

Sibirische Tiger, die von der IUCN als gefährdete Spezies betrachtet werden, sind auf dem Schwarzmarkt äußerst begehrt und der ukrainische Zoo, der sie verkauft hatte, verlangte die Tiere zurück.

Große Katzen können auf dem Schwarzmarkt Zehntausende Dollar wert sein. Der Besitzer kämpft darum, sie zurückzubekommen, und wir kämpfen für die Tiger und die Durchsetzung des Rechts,“ beschrieb Animals Lebanon die Situation auf Facebook.

Bildquelle: Animals Lebanon (Facebook)

Der Mai brachte schließlich gute Nachrichten:  Die Behörden im Libanon haben entschieden, dass sie die Tiger nicht zurück zu ihren Besitzern schicken würden, ohne sie unter der Obhut von Animals Lebanon zu lassen.

Vielen Dank für all eure Hilfe, die dazu beigetragen hat, dass all dies möglich gemacht wurde. So viele Menschen haben alles in ihrer Macht stehende getan, um dafür zu sorgen, dass alles gut geht und die Tiger nicht auf dem Schwarzmarkt landen!“ freute sich Animals Lebanon auf Facebook.

Nun müssen die Behörden nur noch über das genaue Schicksal der Tiere entschieden. Vielleicht werden sie in einem Schutzgebiet landen.

Im Video könnt ihr mehr über die drei Tiger herausfinden:

Ohne Animals Lebanon wären diese Tiger womöglich auf dem Schwarzmarkt verkauft und einem finsteren Schicksal überlassen worden.

Teilt diese Geschichte, um andere auf die unglaubliche Arbeit der vielen Tierschutzorganisationen hinzuweisen. Sie brauchten unsere Unterstützung, um auch künftig ihrer wertvollen Arbeit nachgehen zu können.

Ein Beitrag der Tierbibel. Schenkt uns ein ‚Gefällt mir‘!