Foto: BlankeBedenken.org

Aktion „Blanke Bedenken“: Hausärzte protestieren nackt vor ihren Praxen – Schutzausrüstung reicht nicht aus

Dass im Zuge der Corona-Pandemie viele Menschen weltweit unter den wirtschaftlichen Folgen zu leiden haben, sollte mittlerweile jedem klar sein.

Doch nicht nur für diese Menschen besteht eine Gefahr in diesen Zeiten, sondern auch für jene, die dem Virus bzw. den infizierten Patienten ausgesetzt sind und alles dafür tun, dass sie wieder gesund werden und der Coronavirus weiter eingedämmt wird.

Diese Menschen arbeiten im Gesundheitswesen, ob im Krankenhaus, in der eigenen Praxis oder in der Apotheke, sie sind der Gefahr noch mehr ausgesetzt als diejenigen, die zu Hause bleiben und sich so schützen.

Deswegen ist es umso wichtiger, dass sie die entsprechenden Schutzmaßnahmen ergreifen und auf die wichtige Schutzkleidung zurückgreifen können.

Nachfrage nach Schutzkleidung steigt immer weiter

Das ist aber aufgrund der hohen Nachfrage nach den Schutzanzügen gar nicht so einfach, weswegen deutsche Hausärzte laut Bild eine Aktion ins Leben gerufen haben, die sich „Blanke Bedenken“ nennt.

Quelle: BlankeBedenken.org

Dadurch wollen viele Ärzte dieses Landes darauf aufmerksam machen, dass sie dem Virus ohne die Schutzkleidung schutzlos ausgeliefert sind und sie im wahrsten Sinne des Wortes nackt vor ihm stehen.

Hausarzt Ruben Bernauer, der nach eigener Aussage in seiner Praxis unzureichend mit Schutzausrüstung für seine Mitarbeiter und sich ausgestattet ist, sagte:

„Die Nacktheit soll symbolisieren, dass wir ohne Schutz verletzlich sind.“

Als Vorbild diente dazu der französische Arzt Alain Colimbié, wie Dr. Christian Rechtenwald gegenüber der Ärztezeitung angibt, der sich nackt in seiner Arztpraxis fotografieren ließ und sich als „Kanonenfutter“ bezeichnete.

Quelle: BlankeBedenken.org

Ein Appell geht in diesem Zusammenhang vorrangig an die Politik: Die Hausärzte wollen an dem vom Deutschen Ethikrat geforderten Wettbewerb der Ideen mitwirken und die ambulante Versorgung soll gerade in Krisenzeiten nicht über ihre Köpfe hinwegbestimmt werden.

Unternehmen kommen nicht mehr hinterher

Masken und Schutzkleidung gelten überall nach wie vor als Mangelware und die Produktionsstätten in Deutschland, die dazu in der Lage sind, kommen aufgrund der Corona-Krise an den Rand ihrer Kapazitäten.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin, Marc-Pierre Möll, sagt, dass die Unternehmen ihre Lieferfähigkeiten wegen der drastisch erhöhten Nachfrage „seit vielen Wochen bis zum Anschlag erhöht“ haben.

Deswegen müsse der Aufbau einer Produktion in Deutschland jetzt von der Bundesregierung unbürokratisch gefördert werden:

„Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantiere Abgabemengen zu fairen Preisen gibt, gibt es keine Schwierigkeiten“, sagte Möll weiter.

Quelle: BlankeBedenken.org

Damit die Ärzte und weiteren Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen helfen können, brauchen sie natürlich entsprechende Schutzkleidung, damit der Virus nicht auch noch sie befällt.

Deswegen kann man nur hoffen, dass alle Beteiligten alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Menschen, die tagtäglich der größten Gefahr ausgesetzt sind, ihren Beruf weiterhin bedenkenlos ausüben können.

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