Die Geschichte eines kleinen Affen namens Punch hat das Internet im Sturm erobert.
Und ehrlich gesagt ist es nicht schwer zu verstehen, warum.
Hier ist der herzzerreißende Grund, warum er ständig ein Stofftier mit sich herumträgt.
Konnte keinen Anschluss finden
Der liebevoll „Punch-kun“ genannte kleine Makake wurde im Juli 2025 geboren – und kurz darauf von seiner Mutter verlassen. Ohne die Wärme und Fürsorge, die jedes Neugeborene braucht, waren seine ersten Lebenstage ein einziger Kampf.
Zum Glück sprang das engagierte Team des Ichikawa City Zoo in Japan ein.
Die Pfleger zogen Punch mit der Hand auf, dokumentierten sorgfältig sein Wachstum und gewöhnten ihn nach und nach an die anderen Makaken.

Doch als es an der Zeit war, ihn in ein Gehege mit den übrigen Affen zu bringen, bemerkten die Mitarbeiter etwas Herzzerreißendes: Punch fand einfach keinen Anschluss.
Weil Baby-Affen sich normalerweise vom Moment der Geburt an an ihre Mutter klammern, wirkte Punch ängstlich und unsicher. Also versuchten die Pfleger etwas Einfaches – und unglaublich Rührendes: Sie gaben ihm einen übergroßen Plüsch-Orang-Utan zum Trost.
Und was soll man sagen? Es funktionierte.
Er isst damit, schläft damit, spielt damit
Punch schloss das Kuscheltier sofort ins Herz und trägt es seitdem überall mit sich herum. Er schläft damit. Er isst damit. Er spielt damit. Laut lokalen Berichten behandelt er es wie die Mutter, die er nie hatte.
Der Anblick des sechs Monate alten Makaken, der seinen abgenutzten Plüschfreund durchs Gehege schleppt, hat in ganz Japan – und weit darüber hinaus – die Herzen berührt. Fotos und Videos gingen viral und machten Punch über Nacht zu einer kleinen Berühmtheit.
Und mit dem Ruhm kamen die Menschenmassen.
Riesiger Andrang im Zoo
Vor dem Zoo bildeten sich lange Schlangen – Einheimische und Touristen strömten herbei, um einen Blick auf den kleinen Affen und seinen Plüschbegleiter zu erhaschen. Am 15. Februar bedankte sich der Zoo bei den Besuchern:
„Wir möchten allen, die uns heute besucht haben, unseren aufrichtigen Dank aussprechen“, erklärte der Zoo in einem Statement. „Unser gesamtes Team war überrascht von dem unerwarteten Ansturm – so etwas haben wir noch nie erlebt. Wir möchten uns für die Wartezeiten am Eingang entschuldigen. Wir bereiten uns auf das kommende verlängerte Wochenende vor, damit alle ihren Besuch in Ruhe genießen können.“
Begeisterung – aber auch Sorge
Besucher teilten ihre Erlebnisse begeistert im Netz.
„Ich war bei Punch. Er hat sein süßes kleines Spielzeug hergezeigt, ist herumgerannt und hat sich hingelegt“, schrieb jemand auf X.
„Ich bin wegen Punch-kun hingegangen, aber auch die anderen Tiere waren so nah und süß – es hat richtig Spaß gemacht. Das Personal muss vom Andrang total erschöpft gewesen sein. Ich drücke euch die Daumen!“
Natürlich sehen nicht alle nur die niedliche Seite.
„Es ist süß, den kleinen Affen mit dem Stofftier zu sehen, aber gleichzeitig auch sehr traurig.“
Andere äußerten Bedenken wegen des plötzlichen Besucheransturms:
„Ich hoffe wirklich, dass Punch seinen Platz findet. Zoos leisten wichtige Arbeit für den Tierschutz, und zu sehen, wie das Team Punch durch seine Schwierigkeiten begleitet, zeigt echtes Engagement. Es ist eine herzerwärmende Sache“, kommentierte jemand unter dem Statement des Zoos auf X.
„Es ist ein wundervoller Zoo, mit einer entspannten Atmosphäre und einem engen Bezug zu den Tieren. Ich mache mir Sorgen, dass der plötzliche Ansturm auch die anderen Tiere ermüden könnte, selbst wenn er nur vorübergehend ist. Bitte stellt die Tiere an erste Stelle – wobei ich sicher bin, dass das dem Team am meisten am Herzen liegt“, schrieb ein anderer.
IKEA spendet Kuscheltiere für Punch
Aufmerksame Fans erkannten schnell, dass Punchs Plüsch-Orang-Utan ein Modell von IKEA ist – das beliebte „DJUNGELSKOG“-Kuscheltier. Als die Geschichte des kleinen Affen die Runde machte, reagierte IKEA Japan mit einer rührenden Geste: Am 17. Februar besuchte Petra Fare, die Geschäftsführerin von IKEA Japan, den Zoo persönlich und überreichte dem Team mehr als ein Dutzend Kuscheltiere für Punch – darunter weitere Orang-Utans und andere Plüschtiere.
„IKEA Japan hat Punch, einem japanischen Makaken im Zoo der Stadt, ein Geschenk seines Lieblings-Kuscheltiers überreicht“, erklärte die Stadt Ichikawa. „Wir hoffen, dass er die Geschenke als emotionale Stütze nutzen kann und sich nach und nach besser in die Gruppe integriert.“
Im Netz sorgte die Aktion für Begeisterung. „Mein Glaube an die Menschheit ist ein kleines bisschen wiederhergestellt“, kommentierte ein Nutzer.
Punch macht Fortschritte – und lässt das Kuscheltier langsam los
Und jetzt die beste Nachricht: Punch macht echte Fortschritte. In den letzten Tagen hat er begonnen, sein Kuscheltier auch mal loszulassen und sich den anderen Affen im Gehege anzunähern. Ein erwachsener Makake hat sogar angefangen, ihn zu lausen – ein klassisches Zeichen der Akzeptanz unter Affen.
Pfleger Miyakoshi Shunpei erklärte gegenüber TV Asahi: „Am Anfang war Punch selbst nervös und hat sich ständig an das Kuscheltier geklammert. Aber mit der Zeit begann er, sich vom Stofftier zu entfernen und zu den anderen Affen zu gehen. Er ist ein mental sehr starker kleiner Affe.“
Der Zoo bestätigte: „Er sammelt jeden Tag neue Erfahrungen: Er wird gelaust, rauft herum, wird mal zurechtgewiesen – und lernt Tag für Tag, wie man als Affe in einer Gruppe lebt!“
Für Tierfreunde ist Punchs Geschichte gleichermaßen rührend und bittersüß – eine Erinnerung daran, wie sehr selbst die kleinsten Lebewesen Trost und Geborgenheit brauchen.
Und wenn sein Plüsch-Orang-Utan ihm dabei hilft, sich sicher zu fühlen, während er seinen Platz in der Welt findet? Dann drücken wir ihm bei jedem Schritt die Daumen.