Ein Netflix-Film, der als „explizitester Film“ des Streamingdienstes bezeichnet wird, ist soeben erschienen. Einige Zuschauer sprechen jedoch von „ekelhaften“ Szenen.
‘Y Tu Mama También’ auf Netflix
Zuschauer auf der ganzen Welt reagieren heftig, nachdem ein Film zu Netflix hinzugefügt wurde. Der Film, um den es geht, ist Y Tu Mamá También – ein mexikanischer Film aus dem Jahr 2001, der von der Kritik hochgelobt wurde. Jetzt kann man ihn auf Netflix sehen.
Die Geschichte folgt den befreundeten Teenagern Tenoch und Julio, die nach ihrem Schulabschluss einen Roadtrip unternehmen – begleitet von einer älteren Frau namens Luisa. Was als unbeschwerte Reise beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas weit Tiefgründigerem.
Zu den Themen gehören komplizierte Beziehungen und, gelinde gesagt, grenzüberschreitende Erfahrungen – nicht zuletzt wegen des expliziten Inhalts.
Das Publikum ist tief gespalten: Der grafische Inhalt umfasst Dreier und Szenen sexueller Selbstfindung. In den sozialen Medien ließen viele Zuschauer laut TVF kein Blatt vor den Mund. Einer bezeichnete den Film als „absolut ekelhaften Film“.
„Was hat das auf Netflix zu suchen? Ich kann mir nicht vorstellen, was das mit dem Empfinden ahnungsloser Familien machen würde, die ihn für einen harmlosen Sonntagsabend einschalten“, schrieb ein zweiter.
Zuschauer schockiert von Netflixs ‚explizitestem Film aller Zeiten‘
Ein dritter erklärte: „Habe Y Tu Mama Tambien zum ersten Mal gesehen. Dachte, es wäre der anzüglichste Film, den ich je gesehen hätte – und es war irgendwie noch anzüglicher als das.“
Während viele meinen, der Film sei für Netflix zu explizit, sind andere begeistert.
Ein Zuschauer nannte ihn sogar ein Meisterwerk: „Gestern Abend Y Tu Mamá También gesehen – Gott, das war so unglaublich gut.“ Ein zweiter stimmte zu. Ein dritter schrieb: „Ich kann nicht glauben, dass ich Y Tu Mamá También erst jetzt gesehen habe. Ein Meisterwerk!“
Als Y Tu Mamá También veröffentlicht wurde, waren die Reaktionen – genau wie jetzt, da Netflix ihn ins Programm aufgenommen hat – enorm. Er löste eine breite Debatte aus und erhielt wegen seines expliziten Inhalts eine strenge Altersfreigabe.
Regisseur Alfonso Cuarón verteidigte den Film jedoch. Er erklärte, dass die expliziten Szenen aus einem bestimmten Grund wichtig seien.
„Wir wollten, dass die Sexszenen einen Punkt über diese Charaktere und über die gesellschaftlichen Elemente vermitteln, mit denen wir gespielt haben – wie Klasse und die Vorstellungen von Männlichkeit, die diese Charaktere haben“, sagte Cuarón laut der New York Times.
Hohe Bewertungen
Sein Bruder Carlos, der am Drehbuch mitgewirkt hatte, fügte hinzu: „Das Porträt der Adoleszenz mit ihren Schwächen und Stärken, der Erzähler, der nicht erzählt, sondern Dinge kontextualisiert und uns half, erklärende Szenen zu vermeiden, die enorme Chemie zwischen Diego und Gael sowie der Kontrapunkt, den Maribel lieferte – das waren einige der vielen Faktoren.“
Er schloss: „Keiner von uns, der daran beteiligt war, dachte, es würde so einen Erfolg haben. Als wir das Drehbuch schrieben, wussten wir nicht, wer es wagen würde, es zu verfilmen.“
Dennoch wurde der Film trotz der starken Reaktionen von Kritikern hoch gelobt und hat starke Bewertungen. Auf IMDb wurde er mit 7,7 von 10 bewertet und hat eine 90-Prozent-Bewertung.
Auch wenn er starke Gefühle und gemischte Reaktionen ausgelöst hat, ist es eine Erinnerung daran, dass selbst kontroverse Filme zu großen Erfolgen werden können. Und obwohl der Film bereits 2001 veröffentlicht wurde, sorgt Y Tu Mamá También weiterhin für Gesprächsstoff.
Kann ein Film so viel expliziten Inhalt enthalten und trotzdem auf Netflix zu sehen sein? Teile deine Meinung in den Kommentaren.
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