Autistischer Junge nimmt ein verstecktes Mikrofon mit in die Schule – es führt zur Kündigung 2 seiner Lehrerinnen

Irgendetwas stimmte nicht mit Cameron Davis. Der Zwölfjährige benahm sich merkwürdig, doch seine Mutter kam einfach nicht darauf, was ihn quälte.

Ein Verdacht veranlasste sie dazu, ihn mit einem versteckten Mikrofon in die Schule in Baton Rouge im US-Staat Louisiana zu schicken.

Doch auf das, was sie in den geheimen Aufnahmen hören würde, war sie nicht vorbereitet.

Bildquelle: WBRZ Channel 2 / Facebook

Als der zwölfjährige Camden Davis anfing, ins Bett zu machen, und zu Hause immer aggressiver wurde, wuchs die Besorgnis seiner Mutter Milissa. Sie hegte den Verdacht, dass ihr autistischer Sohn in der Schule missbraucht wurde. Das Problem? Für ihren Sohn war es unmöglich, in Worte zu fassen, was ihm widerfuhr.

Als Milissa sich bei der Schule beschwerte, hatte man kein offenes Ohr für die besorgte Mutter – also nahm sie die Dinge in die eigene Hand. Eines Tages hatte sie eine Idee, wie sie die Wahrheit herausfinden könnte.

Sie versteckte eine Mikrofon in Camdens Rucksack, das es ihr erlaubte, den Geschehnissen um ihren Sohn herum zu lauschen. Doch was sie hörte, sollte sie trotz ihres Verdachts schockieren.

 

Bildquelle: WBRZ Channel 2 / Facebook

In den Aufnahmen waren zwei Lehrerinnen zu hören, die Milissas Sohn hänselten und sich über ihn lustig machten.

Du schreibst einfach nur das Wort. Was ist so schwer daran?“ sagt eine Stimme, wie man den bei WBRZ Channel 2 veröffentlichten Aufnahmen entnehmen kann. Im gleichen Clip ist eine Lehrerin dabei zu hören, wie sie den um Worte ringenden Camden böse nachäfft.

An anderer Stelle behaupten zwei Lehrerinnen abschätzig, dass er es in einer öffentlichen Schule „keine Minute lang aushalten“ würde.

 

Bildquelle: WBRZ Channel 2 / Facebook

Milissa konnte nicht glauben, was sich in der Schule abspielte.

Ich wollte einfach nur weinen, schreien und alles tun, was in meiner Macht stand, weil es so schrecklich war,“ meinte Davis im Gespräch mit WBRZ Channel 2. „Zu denken, dass ich meinen Sohn da jeden Tag hingeschickt hatte, und was zuvor geschehen war, von dem ich nichts wusste.“

Die Mutter teilte ihr traumatisches Erlebnis in den sozialen Netzwerken mit der Welt, wo die Geschichte schnell ein Eigenleben entwickelte. Bald wurden die Stimmen der Lehrerinnen im Fernsehen ausgestrahlt. Zwei Lehrerinnen wurden infolge des Skandals gefeuert. WBRZ Channel 2 zufolge hat sich die Schule mittlerweile entschuldigt, sowohl beim Jungen, als auch seiner Familie.

Bildquelle: WBRZ Channel 2 / Facebook

Milissa hat Camden die Schule wechseln lassen. Dort geht es ihm nun besser, auch wenn ihn die Vorkommnisse schwer zu Schaffen gemacht haben.

Seine Mutter hat sich bei der Öffentlichkeit für die viele Unterstützung bedankt.

 

Danke Baton Rouge für alles, was ihr getan habt,“ so Davis. „Die Leute sehen diese Kinder, die beschützt werden müssen, und ich habe mein Kind beschützt weil ich wusste, dass etwas nicht stimmte.

Die Tonaufnahmen können Sie sich hier anhören:

Was für eine schreckliche Geschichte, die beweist, dass Mobbing in der Schule nicht nur ein Problem der Kinder ist. Lehrer sollten immer auf der Seite ihrer Schüler stehen.

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