Für ein Date fliegt sie hunderte Kilometer – als ihr klar wird, dass sie Opfer eines grausamen Spiels wurde

Sie trafen sich letzten Sommer in Barcelona, wo sie nach dem Terroranschlag, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen, im selben Hotel Schutz suchten. Inmitten des Chaos und der Angst fanden Sophie Stevenson und Jesse Mateman in einander Halt.

Sie gingen gemeinsam zum Strand und verbrachten viel Zeit miteinander, bis aus einer Freundschaft schließlich mehr wurde.

Sie schliefen miteinander, und als es an der Zeit war, nach Hause zurückzukehren, lag Liebe in der Luft. Das dachte Sophie jedenfalls.

Am Ende des Urlaubs kehrten die beiden Turteltäubchen nach Hause zurück – Sophie Stevenson ins englische Stoke-on-Trent, Jesse nach Amsterdam.

Doch auch nach dem Urlaub hielten sie den Kontakt aufrecht und redeten jeden Tag miteinander, behauptet jedenfalls Sophie.

Jesse sagte, er wolle sie wiedersehen und würde sie gerne in England treffen. Bald jedoch änderte der 21-Jährige seine Meinung und lud Sophie stattdessen nach Amsterdam ein.

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Sophie war überglücklich. Für rund 400 Euro buchte sie die Reise, auf der sie ihre Urlaubsflamme wiedertreffen sollte. Die Romanze war beinahe märchenhaft – bis in Amsterdam der Albtraum begann.

Als sie am Flughafen angekommen war, wurde Sophie bald klar, dass etwas nicht stimmte. Sie konnte Jesse nicht erreichen, und nach zwei Stunden des Wartens hatte sie sich damit abgefunden, dass er nicht kommen würde.

Sophie machte sich allein auf den Weg zu ihrem Hotel – wo sie sechs Stunden nach ihrer Landung endlich eine SMS erhielt. Eine SMS, die ihr Herz durch den Fleischwolf drehen würde.

Posted by Sophie Stevenson on Sunday, 23 October 2016

Zum „Schwein“ gemacht

Sophie war das Opfer eines herzlosen Spiels geworden.

Du wurdest zum Schwein gemacht!“ hieß es in der SMS. Kurz nach deren Erhalt hatte er sie auch schon geblockt.

Der grausame Streich ist als „Zieh ein Schwein“ (im Original: „Pull a Pig“) bekannt. Dabei suchen junge Männer aus einer Gruppe von Frauen diejenige heraus, die sie für die unattraktivste halten – und versuchen, sie zur Unterhaltung ihrer Freunde zu verführen.

Posted by Sophie Stevenson on Sunday, 18 February 2018

Sophie, niedergeschlagen und gedemütigt, buchte sofort ihre Heimreise und traf die Entscheidung, andere Frauen vor dem grausamen Spiel zu warnen. Außerdem wagte sie den Schritt in die Öffentlichkeit.

Jungs und ihre Freunde denken, dass es lustig ist, aber sie denken nicht daran, wie unheimlich es für Mädchen ist. Ich wurde nicht einfach nur versetzt, es war der Schock und die Verwirrung. Ich geriet in Panik,“ meint Sophie gegenüber ITV. „Wir sollten das als Frauen nicht akzeptieren. Deshalb habe ich beschlossen, ihn beim Namen zu nennen. Es war mir so peinlich, aber ich dachte: ‚Wenn ich den Leuten erzähle, was er getan hat, nur als lächerlichen Streich, wird er vielleicht erkennen, wie schrecklich es ist, und es wird andere dazu bringen, es sich zweimal zu überlegen, bevor sie diese Spiele mit Frauen spielen.‚“

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Zwei verschiedene Geschichten

Jesse behauptete zunächst, dass Sophie die ganze Geschichte erfunden hatte, dass sie nicht einmal miteinander geschlafen hätten. Später änderte er seine Geschichte und gab zu, dass sie Sex gehabt hatten, behauptete aber, dass sie sich nach Barcelona nicht mehr miteinander in Verbindung gesetzt hatte.

Mateman möchte betonen, dass die in den Medien veröffentlichten Textnachrichten nicht von ihm kommen. Wenn Mateman das Wort ‚Schwein‘ in einer Textnachricht an Stevenson benutzte – an die er sich nicht erinnern kann – hätte sie nur während seines Aufenthalts in Spanien gesendet werden können und sich nur auf die Art beziehen können, wie sie Sex gehabt hatten,“ betont der Anwalt des Mannes, Yehudi Moszkowicz, in einer Erklärung gegenüber der Daily Mail.

Jesse behauptet zudem, dass er das wahre Opfer dieser Geschichte sei, weil er wegen Sophies Gang an die Öffentlichkeit bedroht und gehasst werde.

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Doch Sophie und ihre Mutter stehen zu ihrer Geschichte.

Am Ende des Tages, wenn er mit seinen Worten leben möchte, wissen wir, was die Wahrheit ist, und er weiß, was die Wahrheit ist„, sagt Sophies Mutter zu ITV.

Im Video spricht Sophie über das, was ihr widerfahren ist:

Keine Frau hat es verdient, so behandelt zu werden! Wenn jemand in dieser Geschichte ein Schwein ist, ist es definitiv nicht sie – teilt diesen Beitrag, wenn ihr „Streiche“ wie diesen absolut widerwärtig findet!