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Menschliches Schutzschild: Der Beweis ihres Opfers versteckt sich unter dem Tisch

Vor fünf Jahren im März wurde Stephanie Deckers Familie aus Henryville in den USA von einer Tragödie heimgesucht, die sie für immer gezeichnet hat.

Als die Mutter zu ihren zwei Kindern Dominic und Reese nach Hause kam, braute sich draußen gerade ein Sturm zusammen. Weil der immer schlimmer wurde, war Stephanie dankbar dafür, dass sie im Trockenen waren und ein Dach über dem Kopf hatten. Doch auch das würde sie vor der lauernden Gefahr nicht beschützen.

Draußen tobte kein gewöhnlicher Sturm. Ein verheerender Tornado fegte mit 280 Sachen durch die Stadt und verschlang alles, was ihm in die Quere kam.

Facebook/StephanieDecker

Das Haus wackelte bereits bedrohlich, als Stephanie einen Anruf von ihrem Ehemann erhielt. Er wies sie an, sich mit den Kindern im Keller zu verschanzen, bis der Sturm vorüber war.

Stephanie brachte ihre beiden Kleinen ins Kellergeschoss und wickelte sie in einer Decke ein.

Facebook/StephanieDecker

Ein menschliches Schutzschild

 

Plötzlich fühlte es sich an, als rase ein Güterzug direkt über ihren Köpfen durch ihr Haus. Stephanie warf sich beschützend über ihre Kinder und wurde zu einem lebendigen Schutzschild.

Sie hatte die Wahl, sich selbst oder ihre Kinder zu retten – und dachte nicht lange nach.

Sie erinnert sich an den Moment, als wäre es gestern gewesen: Der große Stahlträger, der ihr Haus zusammenhielt, stürzte ein und zerschmetterte ihr die Beine.

 

Danach war die Gefahr jedoch noch nicht vorüber, und ein weiterer Tornado fegte über ihr Haus hinweg. Obwohl sie feststeckte und ihre beiden Beine völlig zerquetscht waren, konnte sie mit ihrem Oberkörper ihre Kinder auch dieses Mal vor den Trümmern schützen.

Facebook/StephanieDecker

Stephanies Beine waren vom Stahlträger fast durchtrennt worden, sie hatte mehrere gebrochene Rippen und eine Lungenverletzung – während ihre beiden Kinder kaum einen Kratzer abbekommen hatten.

Stephanies Ehemann wurde klar, dass etwas nicht stimmte, als die SMS-Nachrichten seiner Frau ausblieben. Ihr Retter befand sich jedoch an ihrer Seite.

Als der Sturm vorbei war, machte sich ihr Sohn Dominic auf die Suche nach Hilfe. Weil sie keinen Empfang hatte, nutzte Stephanie ihr Handy für einen anderen Zweck: Unsicher, ob sie ihre schweren Verletzungen überleben würde, nahm sie ein Video für ihren Mann auf, in dem sie ihm ihre Liebe bekundete.

Stephanie verlor beide Beine – doch sie überlebte. Sie hatte einen weiten Weg der Genesung vor sich, doch dass sie eine Kämpfernatur ist, hatte sie schon lange zuvor bewiesen. Heute bezwingt sie ihr Leben mit zwei topmodernen Beinprothesen.

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Eine Chance, Gutes zu tun

 

Ein Jahr nach dem Unfall gründete sie die Stephanie Decker Stiftung; eine Stiftung, die Kinder mit Bein- oder Armprothesen beim Sport unterstützt. Bisher hat Stephanie bereits 250 Kindern geholfen. Außerdem reist sie durchs Land, um andere Menschen zu motivieren.

Die Familie hat ihr zerstörtes Haus nicht wieder aufgebaut und ist stattdessen ins 15 Minuten entfernte Sellersburg in Indiana gezogen.

Ihre Entscheidung hat Stephanie keine Sekunde ihres Lebens bereut. Im Gegenteil: Sie hätte auch ihre beiden Arme geopfert, wann es nötig gewesen wäre.

Sie sieht in ihrem Leben ohne Beine keine Hindernisse, sondern Chancen. Das folgende Interview wurde kurz nach dem Unfall aufgezeichnet:

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