Pflegerin zieht an Haaren ihrer dementen Patientin (69) und misshandelt sie unter ihrem eigenen Dach

Eine Frau, die sich eigentlich um eine hilfebedürftige Rentnerin kümmern sollte, machte das genaue Gegenteil und misshandelte die 69-jährige Frau. Ihre Familie konnte nicht immer an ihrer Seite sein, weswegen es zunächst niemandem auffiel. Den Missbrauch entdeckten die Familienmitglieder erst, als sie die Aufnahmen der Überwachungskamera überprüften. Darauf sahen sie, wie die Pflegerin die Frau anging.

Weil die Frau namens Liz Young körperlich eingeschränkt war, wurde sie von der Pflegerin Jenny Dady (29) behandelt. Aber nicht auf die Art und Weise, wie man es sich erwartet hatte. Ermittlungen ergaben, dass Jenny an den Haaren von Liz zog, ihr die Nase zuhielt und ihr die Fingerknöchel ins Gesicht drückte.

Einmal wurde Liz nach dem Duschen von ihr nur mit einem Handtuch auf dem Schoß zurückgelassen. So saß sie 30 Minuten auf dem Badezimmerrand, mit nassen Haaren und ohne Klamotten, weil sie sich nicht selbst anziehen konnte, berichtete der Mirror.

Der ganze Missbrauch kam ans Licht, nachdem die Tochter von Liz, Corrina Cunningham, sich dazu entschied, Nachforschungen einzuleiten, weil sie blaue Flecken und Blutergüsse auf dem Körper ihrer Mutter fand. Mithilfe einer Überwachungskamera filmte sie alles, was sich im Zimmer von Liz abspielte und konnte so einfach kontrollieren, wer dort aus und ein ging.

Die Familie der alten Frau stand dann geradezu unter Schock, als sie die Aufnahmen sahen und damit die schreckliche Misshandlungen in dem Haus in Barford, Norfolk in England offenbart wurden.

„Ich war beschämt, als ich sah, was dort vor sich ging“, sagte Corrina. „Ich konnte die Aufnahmen kaum ansehen, sie machten mich körperlich krank. Ich fühlte mich schuldig, weil ich sie nicht beschützen konnte, als sie es brauchte und dass es unter unserem Dach geschah. Wir haben Jenny vertraut und dachten, sie würde sich gut um meine Mutter kümmern, aber sie hat unser Vertrauen auf die schlimmste Art und Weise beschädigt.“

Während die Ermittlungen kurz nach dem Bekanntwerden des Missbrauchs eingeleitet wurden, starb Liz, bevor sie mitbekommen konnte, dass Jenny für ihre Taten für schuldig erklärt wurde. Das machte es „noch schwerer“ für Corrina, denn ihre Mutter wurde dadurch in ihrem letzten Lebensjahr fast durchgehend misshandelt.

Mit immer mehr Details wurde bekannt, dass Jenny die arme Frau auch beleidigte und während ihres Dienstes meist nur am Handy war. Einmal erlitt Liz auch tiefe Kratzspuren auf ihren Beinen, weil Jenny ihren Hund mitgebracht hatte.

„Dady wurde als Vertrauensperson angesehen und sollte sich um eine verletzliche Frau kümmern, die sich nicht selbst verteidigen oder Alarm schlagen konnte“, sagte die Ermittlerin Gemma Weeks. „Sie hat dieses Vertrauen misshandelt, sich kaum um Liz gekümmert, sie grob behandelt, indem sie sie geschubst und gezogen hat… Niemand würde wollen, dass seine Liebsten so behandelt werden würden, erst recht nicht jene, die eh schon verletzlich sind und sich nicht mehr wehren können. Deswegen ist es wichtig, dass wir diesen Fall für die Opfer und ihre Familien gewinnen.“

Am 21. Januar 2021 wurde Jenny vor Gericht für schuldig erklärt. Sie muss etwa 150 Euro Strafe zahlen und für sechs Monate ins Gefängnis.

Corrina appellierte danach an die Menschen, Zeichen jeglicher Art nicht zu ignorieren: „Ich bin froh, dass wir selbst gehandelt und die Kamera angebracht haben und ich würde jedem raten, der in einer vergleichbaren Situation ist, das Gleiche zu tun“, teilte die Tochter der toten Liz mit. „Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn andere Menschen, die sich in Jennys Position befinden, das anderen Liebsten antun würden, was sie meiner Mama antat.“

Diese Entdeckung muss für alle Beteiligten ein grausamer Schock gewesen sein. Leider hat die leidende Mutter nie mehr erfahren, dass diese Taten gesühnt wurden.

Ruhe in Frieden, armer Engel.

Teile diesen Artikel, wenn du der Meinung bist, dass die Schwächsten unserer Gesellschaft mehr Schutz brauchen.