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Zweijährige Sofya darf nicht in den Kindergarten, andere Kinder könnten sich gruseln – Krankheit bislang unerforscht

Für die Entwicklung eines Kindes ist es äußerst wichtig, dass es auch mit anderen Kindern in Kontakt kommt und sich spielerisch mit ihnen auseinandersetzt.

Insbesondere die ersten Lebensjahre können wegweisend sein, wenn ein Kind schöne Erfahrungen mit anderen Menschen macht und darauf die folgenden Jahre aufbauen kann.

Meist machen Kinder die ersten Kontakte im Kindergarten, bevor es dann mit sechs Jahren in die Schule geht und der nächste große Schritt im Leben bevorsteht.

Diese Zeit sollte man eigentlich keinem Kind vorenthalten.

Umso schockierender ist daher der folgende Fall, bei dem ein kleines Mädchen einfach aus einem Kindergarten geworfen wurde und nur, weil es anders als die anderen Kinder aussieht.

Möglicherweise war die Toleranz für Menschen aller sexuellen Ausrichtungen, jedem Aussehen und jede Form von Ansichten nie größer als in der heutigen Gesellschaft.

Gegen Diskriminierung jeglicher Form wird meist schnell vorgegangen, wobei es sie natürlich leider weiterhin gibt und geben wird.

Über einen besonders traurigen Fall von Diskriminierung berichtete jetzt RTL.

Demnach wurde die zweijährige Sofya Zakharova die Aufnahme in einem Kindergarten in Russland verwehrt, weil sie laut der Erzieher die anderen Kinder erschrecken könnte.

Das Mädchen leidet nämlich unter einer rätselhaften Krankheit, die zu einer Deformierung ihres Kopfes führte und eine Heilung ist nicht in Sicht. Mediziner können keine Aussage darüber treffen, was Sofya eigentlich fehlt.

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Die Erzieher sollen demnach den Eltern des kleinen Mädchens gesagt haben, dass zuerst eine Operation nötig wäre, um Sofya aufnehmen zu können.

Für die gesamte Familie war diese Aussage ein richtiger Schock.

Keine Unterstützung von Regierung

Denn sie bekommt keine Behindertenhilfe von der Regierung und eine geplante Operation wurde immer wieder verschoben. Sofya lebt mit ihren Eltern bei den Großeltern in einem Haus ohne Heizung, fließendem Wasser oder Her in der russischen Region Baschkortosan.

Glücklicherweise bekommt sie Unterstützung von der lokalen Wohltätigkeitsorganisation „Rainbow of Goodness“, was dazu führte, dass jetzt die örtlichen Behörden eingreifen wollen. Neben der Bereitstellung eines neuen Zuhauses soll auch die Absage des Kindergartens überprüft werden.

Außerdem soll geklärt werden, warum Sofya bislang nicht operiert werden konnte. Die Zweijährige hat durch einen breiteren Schädel eine breitere Stirn und einige ihrer Finger und Zehen sind zusammengewachsen.

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Laut des englischen Mirror sagte Ekaterina Belan, eine pädagogischen Psychologin, gegenüber lokalen Medien:

„Je früher Sofya das Miteinander mit anderen Kindern erlebt, desto einfacher wird es für sie sein, mit ihrer Behinderung zu leben und damit aufzuwachsen.

Je mehr sozialen Kontakt sie hat, desto einfacher wird es auch, dass sie sich so akzeptiert, wie sie ist.“

Eltern als Vorbild

Bezogen auf die soziale Interaktion zur Unterschiedlichkeit betonte die Kinderpsychologin Sabine Werner-Kopsch gegenüber RTL:

„Kinder schauen sich diese Verhaltensweisen ab. Wenn die Eltern von Kindern die Andersartigkeit von Kindern ausschließen, ist zu erwarten, dass deren Kinder sich in ähnlicher Weise verhalten.“

Daher ist es umso wichtiger, dass Sofya ganz normal aufwächst und nicht auf Diskriminierung, wie in diesem Fall, stößt.

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Man kann der kleinen Sofya nur wünschen, dass sie bald die ersehnte Operation erhält und sollte das nicht der Fall sein, dass sie zumindest nicht unter ihrer Krankheit so sehr leiden muss, dass sie sozial gemieden wird.

Wir drücken dem kleinen Mädchen alle Daumen, dass sich alles zum Guten wenden wird und sie zunächst in dem Kindergarten angenommen wird.

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