14-Jähriger nimmt sich das Leben im Internat – Mitschüler mobbten ihn und schmierten Kot auf Kissen und Schuhe

Ein gerade einmal 14-jähriger Junge hat in einem Internat, nach ständigem Mobbing und weiteren Anfeindungen, eine schreckliche Entscheidung getroffen. Er beging Selbstmord. Wie die Daily Mail berichtete, erhängte sich der Schuljunge namens Pierre DaCosta Noble, geboren in Frankreich, in der prestigeträchtigen Windermere Schule in England.

Zuvor hatten ihm Mitschüler Fäkalien auf sein Kissen geschmiert. Wie die Ermittler daraufhin aber feststellten, war das nicht der einzige Fall, dem sich der arme Junge ausgesetzt sah. Zu einem früheren Zeitpunkt wurden Noble ebenfalls Fäkalien in seinen Schuh geschüttet.

Der Schüler, der im Frühling 2019 an die Schule kam, erzählte seinen engsten Freunden, dass er es nicht einfach dort habe.

Während er als „Vorzeigeschüler“ galt, sagten die Lehrer, dass sie keine Ahnung hatten, dass er Mobbing ausgesetzt war. Sie gingen davon aus, dass er von seinen Mitschülern gemocht wurde. „Wir fanden es merkwürdig, dass er ein Ziel gewesen sein soll, weil er doch gemocht wurde. Dann schmierte ihm jemand Fäkalien in seine Schuhe und auf sein Kissen“, sagte Paul Ainsworth, Sportler und Betreuer von Pierre.

Am Tag des schrecklichen Vorfalls sei Ainsworth aufgefallen, dass Noble zur Schlafenszeit fehlte. Der Lehrer fand heraus, dass sich der Schüler nach der letzten Besprechung gegen 20 Uhr ausgetragen hatte. Doch Noble kam nie wieder zurück. Ainsworth dachte sich nichts dabei, er dachte, sein Schüler sei einen Freund besuchen oder telefonierte mit seinen Eltern. Doch irgendwann schickte er ältere Schüler auf die Suche nach Pierre.

Symbolbild: Quelle – Getty Images ( Photo by Phil Boorman)

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Die zwei Schüler kamen mit schrecklichen und schockierenden Neuigkeiten zurück. Pierre hatte sich in seinem Zimmer erhangen. Sofort alarmierte Ainsworth den Notarzt und leistete Erste Hilfe, doch es war alles zu spät.

Der 14-jährige Pierre wurde, nachdem er ins Royal Lancaster Krankenhaus gebracht wurde, für tot erklärt. Laut dem Schulprotokoll hätte Ainsworth eigentlich einen Alarm auslösen müssen, nachdem er festgestellt hatte, dass der Junge fehlte. Doch weil dieser solch eine harte Woche hinter sich gehabt hatte, entschied sich der Lehrer dagegen. Joanna Parry, die stellvertretende Rektorin an der WIndermere Schule, unterstützte ihren Kollegen dabei: „Ich glaube, er hat die richtige Entscheidung getroffen. Er wusste nicht, was die Schüler entdecken würden, als er sie losschickte.“

Die weiteren Ermittlungen ergaben unterdessen, dass der Fäkalien-Vorfall nicht der einzige Grund für den Tod von Pierre war. Allerdings sagten die Ermittler, dass er einer von vielen war und ihn dieser Vorfall durchaus mitgenommen haben muss. „Es ist klar, was seine Intentionen waren. Pierre hat sich bewusst dazu entschieden, Selbstmord zu begehen“, sagte der Beamte gegenüber der Daily Mail.

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Gepostet von Windermere School am Mittwoch, 24. Juni 2020

Im Bezug auf weitere Beweise gab Jennifer Davies, Sicherheitsbeauftragte der Schule, zu, dass sie bei Noble nicht früh genug darauf geachtet haben, in welcher schwierigen Situation er sich befand.

Für die Leiter der Schule ist mittlerweile klar, dass sie schon viel früher hätten dazwischen gehen müssen, ehe die Situation solche Ausmaße annimmt. Rektor Ian Lavender sagte, dass er nicht mit Pierre über den Fäkalien-Vorfall gesprochen hatte. Er stellte aber klar, dass das Schulsystem vorsieht, dass sich erst andere Pädagogen um ihn kümmern und er erst danach eingeschaltet werden würde. „Ich bereue zutiefst, dass ich nicht früher in diesen Fall mit einbezogen wurde“, sagte der Schuldirektor.

Wenn du Hilfe brauchst oder jemanden kennst, der Selbstmordgedanken hat, wende dich bitte an eine Vertrauensperson oder kontaktierte die TelefonSeelsorge, die 24 Stunden am Tag kostenlos unter folgender Nummer erreichbar ist:

0800 1110111

Ein fürchterlicher Vorfall, hoffentlich lernen Lehrerinnen und Lehrer daraus und dienen als warnendes Beispiel für weitere Schulen.

Ruhe in Frieden, armer Engel.