Foto: Unsa Transport/Facebook.com

Busfahrer möchte Mann ohne Mund-Nasen-Maske und gültigen Fahrschein nicht mitnehmen – wird hirntot geprügelt

Selbstverständlich gelten die Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nicht nur allein in Deutschland, sondern in so gut wie jedem Land dieser Welt.

Dazu gehört, dass man im öffentlichen Raum, wie etwa dem Supermarkt oder in Bus und Bahn, eine Maske tragen muss, damit sich das Virus nicht weiter verbreiten kann und im besten Fall keine neuen Fälle mehr hinzukommen.

Diese Maßnahmen gelten natürlich auch im Nachbarland Frankreich, wo sich jetzt aber am gestrigen Tag ein Vorfall ereignet hat, der das ganze Land in Schockstarre versetzt, wie RTL berichtete.

Busfahrer hält sich an Vorschriften

Alles begann damit, dass ein Busfahrer auf seiner Tour im Süden des Landes in der Nähe von Bayonne einen Mann nicht mitfahren wollte, weil dieser trotz Maskenpflicht keine Schutzmaske trug und zusätzlich keinen gültigen Fahrschein hatte.

Als der Busfahrer dann noch sah, dass mehrere Fahrgäste ebenfalls keine Maske trugen, forderte er die Gruppe auf, den Bus ebenfalls zu verlassen.

Was eigentlich nach einem völlig verständlichen Handeln klingt, endete für den pflichtbewussten Mann in einer Tragödie. Denn plötzlich wurde der Mann von hinten angegriffen und die Attacke war so schlimm, dass er ins örtliche Krankenhaus gebracht werden musste.

Dort liegt der Mann mittlerweile auf der Intensivstation und wurde am Abend zum Schock aller für hirntot erklärt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, dass seine Prognose ungewiss sei.

Unterdessen konnten fünf Männer festgenommen werden, die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen.

Laut französischen Medien war der Busfahrer verheiratet und die Gewerkschaft UNSA teilte auf Facebook ein Foto des Mannes mit seiner Frau. In der Kommentarspalte drücken unzählige Menschen ihr Mitgefühl und ihre Trauer aus.

Il s’appelait Philippe. Il était chauffeur à Bayonne. Sa famille a autorisé le partage de sa photo pour que chacun…

Gepostet von Unsa Transport am Montag, 6. Juli 2020

Der Mann fuhr den Bus für einen Transportverbund in der ländlichen Region im Département Pyrénées-Atlantiques.

Busfahrer legen Arbeit nieder

Laut mehreren Berichten legen die Kollegen des hirntoten Busfahrers ihre Arbeit nieder und machen von ihrem Recht Gebrauch, wegen hoher psychischer Belastung nicht arbeiten zu können.

Bereits am gestrigen Montag war der Transport mit Bussen weitestgehend lahmgelegt, heute setzen die Fahrer ihre Arbeit komplett aus.

Zusätzlich soll psychologische Betreuung für die Busfahrer bereitgestellt worden sein.

Ein schrecklicher Vorfall, der hoffentlich nicht ungesühnt bleibt. Die Täter müssen zweifellos zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir wünschen dem armen Mann eine gute Besserung.

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