Jahrzehntealtes Rätsel gelöst: DNA-Test identifiziert Skelett, das an Strand angespült wurde

Fortgeschrittene“ DNA-Tests haben die Identität von Skelettresten bestätigt, die in Washington gefunden wurden.

Und damit wurde endlich ein jahrzehntealtes Rätsel gelöst..

Am 5. September 2006 fuhr Clarence Edwin „Ed“ Asher wie gewohnt mit seinem Boot raus, um in der Tillamook Bay in Oregon Krabben zu fangen. Seine Familie hörte nie wieder von ihm.

Als er nicht wie erwartet um 15 Uhr nach Hause zurückkehrte, meldete seine Frau dies der Oregon State Police.

Sofort wurde die US-Küstenwache mobilisiert, um nach dem vermissten 72-Jährigen zu suchen. Bevor er in den Ruhestand ging und zum begeisterten Krabbenfischer wurde, war er nicht nur Leitungstechniker für die Fossil Telephone Company, sondern auch ehemaliger Bürgermeister von Fossil.

Großangelegte Suchaktion

Die Küstenwache schickte zwei Versorgungsboote, ein motorisiertes Rettungsboot und einen Skiff sowie mehrere Helikopter los. Berichten zufolge wurde sein 21-Fuß-Boot etwa eine halbe Meile vom Garibaldi Marina entfernt gefunden.

Das Boot enthielt lebende Krabben und zwei der drei Bojen, die Asher dabei hatte. Aber die Behörden konnten keine Schwimmwesten finden. Seine Frau berichtete, dass er die Schwimmweste nie anlegte und dass er nicht schwimmen konnte.

Es wurde vermutet, dass Asher über Bord gefallen war, aber nach 11 Stunden Suche beschloss die Küstenwache am nächsten Tag, die Fahndung einzustellen. Es wurde angenommen, dass Asher ertrunken war, und ein Nachruf sowie eine Trauerfeier wurden am 14. Oktober 2006 zu seinen Ehren abgehalten.

Skelett am Strand entdeckt

Im November desselben Jahres wurden Skelettreste an einem Strand im Dorf Taholah im Quinault Indian Reservation im Grays Harbor County, Washington, angespült.

Das Grays Harbor Sheriff’s Office und das Grays Harbor County Coroner’s Office stellten fest, dass die Überreste einem erwachsenen Mann im Alter zwischen 20 und 60 Jahren gehörten. Er war etwa 1,75 Meter groß und wog Berichten zufolge 77 bis 82 Kilogramm.

Der Mann konnte jedoch nicht identifiziert werden und wurde als Grays Harbor County John Doe („Max Mustermann“) bekannt.

DNA-Test bringt Durchbruch

Im vergangenen Jahr wurden Beweismittel an das Grays Harbor County Coroner’s Office zusammen mit dem King County Medical Examiner an Wissenschaftler bei Othram in The Woodlands, Texas, übergeben.

Wissenschaftler verwendeten fortgeschrittene DNA-Tests namens Forensic-Grade Genome Sequencing an den Überresten und erstellten ein umfassendes DNA-Profil.

Genealogie-Experten analysierten den Bericht, was schließlich zur Identifizierung der Überreste als die von Edwin Asher führte.

Diejenigen, die das Rätsel lösten, sagten: „Die entscheidende Finanzierung, um forensische genetische Genealogie-Tests in diesem Fall zu ermöglichen, wurde durch Gouverneur Ferguson, Generalstaatsanwalt Nick Brown und die Legislative des Bundesstaates Washington möglich gemacht. Wir sind dankbar für ihre Unterstützung bei der Bereitstellung dieser Finanzierung.“

Sie ermutigten auch Menschen, ihrer Datenbank beizutreten und bei der Lösung weiterer Fälle zu helfen. Sie sagten: „Personen, die einen kommerziellen DNA-Test gemacht haben, können laufende forensische Untersuchungen unterstützen, indem sie der DNASolves-Datenbank beitreten. Die Erweiterung des verfügbaren DNA-Datenpools erhöht die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Identifizierungen und hilft, Familien mit ihren vermissten Angehörigen zu vereinen und Fälle zu lösen, die jahrelang ungelöst geblieben sind.“

Die Lösung des Rätsels nach all diesen Jahren brachte der Familie von Edwin Asher hoffentlich etwas mehr Trost und Abschluss.

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