Lehrerin zum Rücktritt gezwungen, weil sie krankem Schüler half

Quelle: CBS NEws/YouTube

Kranker Schüler hat keine Krankenversicherung: Lehrerin zum Rücktritt gezwungen, weil sie ihm half

Casey Smitherman hatte einem 15 Jahre alten Schüler bereits mehrfach geholfen, indem sie ihm Anziehsachen kaufte, oder dabei half, seine Wohnung aufzuräumen. Doch als der Junge nicht in die Schule kam, begann sie sich Sorgen zu machen.

Die Lehrerin einer kleinen Schule im US-Bundesstaat Indiana fand kurze Zeit später heraus, dass ihr Schüler krank ist und dringend medizinische Hilfe benötigte, ehe die Krankheit zu einer wirklichen Gefahr wird.

Smitherman fuhr anschließend mit dem Schüler zu einem Arzt, der ihr allerdings erklären musste, dass sie eine Schutz- und Fürsorgebescheinigung braucht. Diese kann allerdings nur ausgestellt werden, wenn der Betroffene eine Krankenversicherung hat.

Ohne versichert zu sein, kann die Lehrerin ihren Schüler nicht so einfach zu einem Arzt bringen. Also entschloss sich die US-Amerikanerin, mit dem Jungen in eine andere Klinik zu fahren, wo sie dann die Krankenversicherung ihres Sohnes nutzte.

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In den USA haben Eltern von mehr als vier Millionen Kindern für diese keine Krankenversicherung. Dies bedeutet für betroffene Familien oft, dass abgewägt werden muss, ob man mit dem Kind zum Arzt geht, oder das Geld für Essen spart.

In diesem Fall konnte die Lehrerin über die Versicherung ihres Sohnes eine Behandlung für den 15-Jährigen bekommen und kümmerte sich um die Rechnung über 233 US-Dollar. Doch kurz nach dem Vorfall stand die Beamtin allerdings vor Gericht.

Sie muss sich wegen Versicherungsbetruges verantworten, was zur Folge hat, dass sie ihren gutbezahlten Job aufgeben soll, weil sie einem kranken Schüler geholfen hatte.

Obwohl Smitherman eine hohe und verantwortungsvolle Stelle im Schuldistrikt hatte, wurde sie gezwungen, ihren Rücktritt anzutreten, nachdem sie zunächst von der Polizei verhaftet und später auf Kaution freigelassen wurde.

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„Leider hat mein kürzliches Handeln dafür gesorgt, dass es negative Aufmerksamkeit für meine Gemeinde und mich gab. Dafür schäme ich mich sehr und entschuldige mich beim Vorstand, der Gemeinde und den Lehrern und Schülern der Elwood Community Schule“, hieß es in einem Statement seitens der Lehrerin.

Die Reaktionen auf die Tat der betroffenen Frau waren durchaus unterschiedliche. Manche Menschen schockierte die Härte des amerikanischen Gesundheitssystems, die sehr teuer ist, doch viele andere verwiesen darauf, dass Smitherman eine Heldin sein und man Gerechtigkeit verlange.

Die Lehrerin selbst zeigte Reue in ihren Taten, doch beteuerte, niemandem schaden gewollt zu haben, und sie sich nur um die Gesundheit dieses Jugendlichen kümmerte.

Wie stehst du zu diesen Taten? Sollte die Lehrerin wirklich ihren Job deswegen verlieren?

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