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Regierung hofft auf breite Nutzung: Corona-App kann jetzt runtergeladen werden – für die Kontaktverfolgung

In Ländern wie Österreich, Großbritannien und Spanien ist die App bereits in Benutzung und auch Deutschland ist ab diesem Tag mit dabei.

Die Rede ist von der Corona-App. Sie wurde laut des Spiegel am frühen Dienstagmorgen von Google in den Play Store aufgenommen und der Apple App Store zog wenig später nach.

Dabei handelt es sich um die offizielle Corona-Warn-App der Bundesregierung, die dabei helfen soll, eine Kontaktverfolgung von Infizierten aufzunehmen und auf Grundlage dieser Daten eine mögliche Infektionskette zu verkürzen oder zu unterbrechen.

Vorstellung in Berlin

Am heutigen Dienstag um 10:30 Uhr stellt die Bundesregierung die App in Berlin offiziell vor.

Die führenden Köpfe dieses Landes setzen dabei auf die Mithilfe der Bürger, denn die App soll für alle freiwillig sein und es soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern.

Daher verspricht die Regierung einen hohen Datenschutz und wirbt für eine breite Nutzung der App, lehnte gleichzeitig auch ein Gesetz ab, das von vielen Seiten gefordert wurde. Für die App erhält die Bundesregierung auch Unterstützung von Ärzten.

Die Bundeskanzlerin Merkel und ihre Minister erhoffen sich wohl einen ähnlichen Erfolg wie in Frankreich. Dort wurde die französische Version StopCovid innerhalb von vier Tagen nach dem Start vergangene Woche über eine Million Mal runtergeladen.

Um das zu erreichen oder sogar zu toppen, startete der Bund eine weitreichende Werbekampagne und holte sich dafür mitgliederstarke Verbände wie den DFB mit ins Boot.

Daten werden nicht zentral gespeichert

Über die App ist bekannt, dass sie keine personenbezogenen Daten und auch den Standort nicht speichert. Dadurch kann ausgeschlossen werden, dass jemand Bewegungsprofile erstellen oder hacken kann.

Der Programmquellcode ist frei zugänglich und wurde von zahlreichen Experten bereits überprüft und zu gewissen Teilen verbessert.

Bei der Vorstellung werden neben Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auch mehrere Minister, das Robert Koch-Institut und die Unternehmen SAP und Telekom, die den Auftrag für die Erstellung der App erhielten, anwesend sein.

Anhand der Corona-App kann gemessen werden, ob sich Nutzer für eine längere Zeit näher als zwei Meter gekommen sind und sollte sich einer davon infizieren, wird diese Information in der App geteilt und den anderen Anwendern gemeldet, die in Kontakt mit der Person standen.

Zunächst war geplant, dass die Kontaktdaten zentral gespeichert werden, doch das wird nicht der Fall sein, sie werden nur auf dem Smartphone abgelegt. Die Kosten für die App belaufen sich auf 20 Millionen Euro.

In Australien gibt es diese Warn-App beispielsweise noch länger als hier in Europa. Dort sind die Downloadzahlen zwar hoch, allerdings sollen die Ergebnisse noch überschaubar sein.

Wirst du die App runterladen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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