Vorschullehrerin unterrichtet trotz Eierstockkrebs ihre Schüler – während Chemotherapie beginnt

Lehrerinnen und Lehrer haben einen der schwersten Jobs unserer Gesellschaft, kriegen aber in den meisten Fällen nicht die Anerkennung, die sie verdienen. Unter ihnen gibt es, wie in jedem Beruf auch, natürlich auch schwarze Schafe, aber die meisten versuchen auch in schweren Zeiten alles, um ihren Schülerinnen und Schülern den Lehrstoff beizubringen.

Kelly Klein gehört auch in diese Kategorie. Sie ist Mutter, Vorschullehrerin und muss derzeit ein zweites Mal gegen den Krebs kämpfen.

Klein stammt aus Minnesota, USA und vor fünf Jahren wurde bei ihr zum ersten Mal Eierstockkrebs diagnostiziert. Zu dieser Zeit nahm sie eine Auszeit von ihrem Job und während sie behandelt wurde und sie erholen konnte, merkte sie, wie sehr ihr das Lehren fehlte.

Als sie dann die schreckliche Nachricht bekam – dieses Mal ist der Krebs nicht heilbar – dass sie erneut an Krebs erkrankt war, wusste sie, wie sie sich entscheiden würde.

„Es ist einfach zu fragen „Warum ich?“ – und ich denke, hätte ich nicht meine Schülerinnen und Schüler, die ich unterrichten muss, dann würde ich da sehr oft drüber nachdenken“, sagte Klein gegenüber CBS News.

Sie wandte sich an die Schulleiterin und informierte sie, dass sie weiter an der Falcon Heights Elementary in Falcon Heights, Minnesota, wo sie bereits 32 Jahre arbeitet, so lange unterrichten wolle, wie es ihr gesundheitlicher Zustand zulässt.

Seitdem der Online-Unterricht eingeführt wurde, hat sie nun auch die Möglichkeit, ihre Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, während sie ihre Chemotherapie bekommt, zu der sie einmal im Monat muss.

Und das ist für sie als auch für ihre Kinder ein Segen.

„Wenn man bei der Chemotherapie ist und nur unter kranken Menschen, ist das eine sehr bedrückende Situation. Für mich ist dann das unter den Fünfjährigen zu sein ein Stück Normalität in einer nicht normalen Umgebung“, sagte Klein bei Good Morning America.

Während das Unterrichten bei der Chemotherapie ihren Verstand beruhigt, haben die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Dan Fergus‘ Sohn ist beispielsweise bei Klein in der Klasse und sagte „es ist großartig zu sehen, wie viel Mühe sie sich gibt“.

Fergus und seine Frau haben sich dem Thema angenommen und konnten ihrem Sohn erklären, was mit seiner Lehrerin in diesen Zeiten gerade passiert.

Klein bringt den Kindern also nicht nur etwas während ihrer Behandlung bei, sie kann sie auch noch darüber aufklären, was sie und ihr Körper zurzeit durchmachen müssen.

„Ich möchte, dass sie sehen, dass Krebs kein Todesurteil ist“, sagte sie. „Man kann immer noch glücklich, verspielt, verrückt, lustig und voller Energie sein.“

Kelly ist eine wahre Inspiration und man kann sich sicher sein, dass auch ihre Schülerinnen und Schüler eine moralische Unterstützung sind, damit sie hoffentlich diese Krankheit besiegen kann.

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