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Lehrer zeichnet 11-jährigen Autisten als „nervigsten Schüler“ aus

Kinder können in einem gewissen Alter wirklich bösartig sein. Der Körper und die Gefühle verändern sich, vieles ist neu und aufregend.

Zu oft hören wir von Kindern, die in Depressionen oder gar den Selbstmord getriebene werden, weil sie in ihrer Schule gemobbt werden.

Umso schwieriger ist es für die Kinder, die für die anderen „anders“ wirken. Dazu gehören auch Kinder, die Autismus haben.

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass die Lehrer oder Betreuer alles dafür geben, die Kinder vor Mobbing zu beschützen. Ein Fall in den USA schockiert.

Ein elfjähriger Junge mit Autismus wird von der LEHRERIN als „nervigster Schüler“ des Jahres ausgezeichnet.

In den USA wurde zum Ende des diesjährigen Schuljahres ein sehr umstrittener „Preis“ vergeben. Eine Lehrerin vergab den Preis für den „Most Annoying Male“ („nervigster männlicher Schüler“).

Allein schon die Tatsache an sich, dies einem Kind zu verleihen ist mehr als fragwürdig. Doch noch brisanter wird das Ganze, wenn man hört, dass der Fünftklässler, der den Preis gewonnen hat, Autist ist.

Auf der Jahresabschlussfeier einer Schule im US-Bundesstaat Indiana vergaben Lehrer unterschiedliche Preise an ihre Schüler.

Vater konnte es nicht glauben

Als plötzlich die Auszeichnung „Nervigster Schüler“ vergeben wurde konnte Rick Castejon seinen Ohren nicht trauen.

Sein 11 Jahre alter Sohn, der Autismus hat, wurde aufgerufen – auch noch von seiner Förderlehrerin!

„Wir waren absolut überrumpelt. So etwas haben wir einfach nicht erwartet“, sagte Vater Rick danach gegenüber der Times of Northwest Indiana.

Lehrerin beharrt auf Preis

Der Amerikaner wollte, vor allem aus Rücksicht auf seinen Sohn, die Sache unter den Tisch fallen lassen. Sein Sohn wurde zwar vor allen Mitschülern, Eltern und Lehrern bloßgestellt, sollte aber nicht noch länger damit gefoltert werden.

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Somit ließ Castejon den Preis einfach auf dem Tisch stehen.

Doch die Lehrerin beharrte darauf, wies auf den vergessenen Pokal hin und wollte das Ganze als gelungenen Scherz runterspielen.

Dies war dem Vater zu viel.

„Die Gary Community School Corporation wird über ein solches Verhalten nicht hinwegsehen und die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer Schüler weiterhin an erster Stelle stellen. Wir entschuldigen uns zutiefst beim betroffenen Schüler, seiner Familie und bei allen, die uns diesen unglücklichen Vorfall übelnehmen“, erklärt Peter Moriks, der für das Krisenmanagement des Schulbezirks zuständig ist.

Welche Maßnahmen nun tatsächlich ergriffen wurden ist unklar.

Dies ist wieder ein Beispiel, wie wenig viele Menschen über ihr Verhalten nachkommen.

Als Pädagoge ist dieses Verhalten mehr als nur unangebracht!!

Wie empfindest du diesen Preis und das Auftreten der Lehrerin?