Rektor zwingt Kinder, sich nackt vor der gesamten Schule auszuziehen – nur weil sie zu spät waren

Kinder dafür zu bestrafen, dass sie sich nicht Regeln gehalten haben oder dass sie nicht konform benommen haben, ist normalerweise keine schlimme Sache. Dadurch lernen sie, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen, sowie Respekt gegenüber anderen zu haben und nicht so zu tun, als könnten sie einfach machen, was sie wollen.

Als ich zur Schule gegangen bin, wurde ich immer nur angemessen für meine Vergehen bestraft, und doch denke ich, dass ich dadurch genug gelernt habe. Rückblickend kann ich es durchaus verstehen, warum die Lehrer mir Bücher hinterherwarfen.

Trotzdem kann es auch mal zu viel werden. Ein wirklich erschreckender Vorfall hat sich im indischen Staat Andhra Pradesh an der Chaitanya Bjaratani Privatschule zugetragen. Sechs junge Schüler, im Alter von neun bis zehn, kamen zu spät in die Schule und wurden auf die schlimmste Art und Weise bestraft…

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Als sechs junge Jungen im indischen Staat Andhra Pradesh aufgrund von Verspätung in die Schule rannten, hätten sie sich niemals vorstellen können, zu was der Rektor sie zwingen würde.

Anstatt sie einfach nur zu verwarnen oder dafür zu sorgen, dass sie eine entsprechende Strafe für ihr Zuspätkommen erhalten würden, griff der Rektor zu einer weit menschenunwürdigeren Maßnahme.

Menschenunwürdiges Verbrechen

Laut mehreren Berichten wurden die Kinder – alle in den Jahrgangsstufen drei und vier – dazu gezwungen, ihre Klamotten auszuziehen und nackt in der Sonne zu stehen. Um das noch schlimmer zu machen, musste sie vor der gesammelten Schule stehen, inklusive Lehrer und Schüler.

Aufnahmen dieser Bestrafung gelangten danach ins Netz und das resultierte in einer Gegenreaktion. Der dafür verantwortliche Rektor, Maharaja Naidu, ist auf der Flucht, während wütende Eltern am nächsten Tag in die Schule fuhren und protestierten.

Erschreckenderweise taten die Verantwortlichen der Schule alles, um diesen Vorfall zu vertuschen. Der Präsident der in Hyderabad gelegenen Kinderhilfsorganisation Balala Hakula Sangham, Achyuta Rao, behauptet, dass die Schuldirektion die Unterstützung des  Mandal Educational Office hat, die dabei halfen, den Direktor zu verstecken.

Die Vertuschung

„Unsere Organisation hatte mit dem MEO gesprochen. Anstatt der Schule die Anerkennung zu entziehen, versucht die MEO Leela Rani, das Problem totzuschweigen und möchte sich stattdessen mit höheren Instanzen darüber unterhalten“, sagte Rao.

„Behandelt man so einen Vorfall dieser Größenordnung? Die Schuldirektion sollte als POCSO (Protection of Children from Sexual Offences) Act eingetragen werden, weil das eindeutig ein Verstoß gegen die Rechte der Kinder verstößt. Die Kinder sollten außerdem psychologische Hilfe bekommen nach diesem traumatischen Erlebnis.“

Es scheint in der Tat so, als hätte Raos Organisation die Führung dahingehend übernommen, den Täter zu fassen und entsprechend zu bestrafen. Die Polizei ist zwar mittlerweile auch involviert, doch Raos Organisation hat bereits zusammen mit der National Commission for Protection of Child Rights Strafanzeige gestellt. Dennoch ist seitdem schon ein Monat vergangen, ohne dass es irgendwelche Neuigkeiten gibt.

Hilf uns dabei, mehr Aufmerksamkeit auf diesen Vorfall zu lenken, damit der Täter nicht ungeschoren davonkommt.

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