Victor Willis, der legendäre Leadsänger der Village People, ist im Alter von 74 Jahren gestorben.
Die Band und seine Frau Karen Huff-Willis bestätigten seinen Tod am Mittwoch in einer bewegenden Mitteilung.
Victor Willis im Alter von 74 gestorben
„Wir geben mit tiefer Trauer den Tod von VICTOR WILLIS bekannt, dem Leadsänger der Village People“, erklärte die Band auf Facebook. „Victor verstarb am Montag, dem 30. Juni 2026, an einer kurzen, aber aggressiven Erkrankung. Wir bitten um Privatsphäre.“
Willis war eine der unverwechselbarsten Stimmen der Disco-Ära und half dabei, einige der ikonischsten Hits des Genres zu prägen. Als Leadsänger der Village People schrieb er Klassiker wie „Y.M.C.A.“, „Macho Man“, „In the Navy“ und „Go West“ mit und führte sie auf.
Victor Willis starb einen Tag vor seinem 75. Geburtstag. Er trat bei der geliebten Disco-Gruppe oft als Polizist oder Marineoffizier verkleidet auf. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs wurden die Village People zu einem kulturellen Phänomen – und Willis stand stets im Mittelpunkt.
Von Broadway zu den Village People
Geboren am 1. Juli 1951 in Dallas, Texas, hatte Victor Willis eine erfolgreiche Broadway-Karriere, bevor er in die Disco-Welt eintauchte. Er stand in der ursprünglichen Broadway-Produktion von „The Wiz“ auf der Bühne, als er den französischen Produzenten Jacques Morali kennenlernte, der sein Leben für immer verändern sollte.

Gemeinsam gründeten sie die Village People – die Gruppe, die zu einem der prägendsten Acts der Disco-Ära werden sollte. Die Gruppe erlangte in den 1970er Jahren internationale Bekanntheit durch Auftritte in Kostümen, die auf stereotypen Macho-Persönlichkeiten basierten. Willis wechselte dabei zwischen der Darstellung eines Polizisten und eines Marineoffiziers.
Er verließ die Band 1980 und verbrachte später Jahre mit einem Rechtsstreit über die Urheberrechte an den von ihm geschriebenen Songs. 2017 kehrte er jedoch zur Gruppe zurück und trat mit „YMCA“ bei Präsident Trumps Vorwahl-Kundgebung im Januar 2025 auf.
Die Songs gingen weit über die Disco-Ära hinaus und wurden zu globalen kulturellen Konstanten – zu hören bei Sportveranstaltungen, politischen Kundgebungen und Feiern auf der ganzen Welt. In den letzten Jahren wurde „YMCA“ besonders mit Donald Trump in Verbindung gebracht, der den Song regelmäßig bei seinen Wahlkampfveranstaltungen einsetzt.
Nach der Ankündigung seines Todes strömten Beileidsbekundungen von Fans aus aller Welt herein. Willis wurde als „Musikpionier“ und Stimme einer Generation gewürdigt, die den Klang des späten 20. Jahrhunderts mitgeprägt hat.
Ruhe in Frieden, Victor Willis.
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