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Asylantrag von Clan-Chef Ibrahim Miri wird abgelehnt – im Sommer wurde er abgeschoben und durfte nicht mehr einreisen

In jedem Land dieser Erde gibt es Untergrundorganisationen, die meist mit illegalen Geschäften ihren Lebensunterhalt verdienen und offen zur Schau stellen.

In Deutschland sind dabei in den letzten Jahren sogenannte Clans in das Visier der Polizei geraten, die jahrzehntelang zuvor nicht in ihrem Handeln gestört worden sind.

Doch nach und nach wird die Macht dieser organisierten Kriminalität bekämpft, wodurch bereits einige ausländisch stammende Menschen ausgewiesen wurden.

Darunter auch der libanesische Clan-Chef Ibrahim Miri, der laut Spiegel im Sommer noch abgeschoben worden war und mit einem Einreiseverbot belegt wurde.

Daran hielt sich der Mann allem Anschein aber nicht.

Denn im vergangenen Oktober kam der frühere Präsident der Rockergruppe „Mongols MC Bremen“ zurück nach Bremen und stellte einen Asylantrag.

Mit gefälschtem Pass nach Deutschland

Zuvor war er laut eigener Aussage mit einem gefälschten Pass in die Türkei geflogen, von wo er aus versteckt in einem Lkw nach Nürnberg fuhr.

Nach ein paar Tagen Aufenthalt war er in die hanseatische Stadt zurückgekehrt und stellte sich den Behörden.

Nachdem er Asyl beantragte, wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Abschiebehaft.

Nun lag es am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), über diesen Antrag zu entscheiden und der Bescheid soll Miri heute um 12:22 Uhr per Bote überbracht worden sein, wie sein Anwalt Albert Timmer schrieb: Er wurde abgelehnt.

Weil der Antrag „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt wurde, wird der Verteidiger des Intensivtäters fristgerecht Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen, wie er gegenüber dem Spiegel berichtete.

In einem Eilantrag werde dann das Bremer Verwaltungsgericht darüber entscheiden.

Razzia in Wohnung des Clan-Chefs

Unterdessen fand eine Razzia in der Wohnung statt, in der sich Ibrahim Miri aufgehalten haben soll. Sie wurde durchsucht, während der Clan-Chef am Donnerstagvormittag im Bremer Polizeipräsidium einem Beamten des Bamf seine Gründe für die illegale Einreise offenlegte.

Die Mutter von Miri soll ebenfalls dort gelebt haben und es wurde scharfe Munition gefunden, die dem Clan-Chef zugeordnet wird.

Bei der Wohnung handelte es sich um dieselbe, in der Miri in den frühen Morgenstunden des 10. Juli von einem Spezialkommando der Bundespolizei überrascht wurde. Im Anschluss wurde der Clan-Chef in einer geheim geplanten Aktion über Berlin in den Libanon abgeschoben.

Name der Operation war „Störung der Nachtruhe des Herrn Miri“.

Es war nicht das erste Mal, dass über die Wohnung berichtet wurde. Im Zuge von Ermittlungen gegen Ibrahim Miri entdeckte die Polizei im Jahr 2013 eine Cannabis-Plantage im Keller des Mehrfamilienhauses.

Der dazu benötigte Strom für die Plantage lief über den Stromzähler der Wohnung, in der die Mutter von Miri lebte.

Derzeit fordert Rechtsanwalt Albert Timmer die Entlassung seines Mandaten aus der Abschiebehaft und der Clan-Chef habe sich bereit erklärt, sich auch dem Behördenverfahren zu stellen, sobald er freigelassen wird.

Er sei im Notfall auch bereit, eine elektronische Fußfessel zu tragen, um zu beweisen, dass er nicht vorhat, unterzutauchen.

Mit der Ablehnung des Asylantrags spricht die Justiz wohl vielen Menschen in Deutschland aus der Seele.

Denn durch solche Abschiebungen werden die Clans geschwächt und ihnen wird aufgezeigt, dass gegen sie vorgegangen wird.

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