Frau, die absichtlich auf Krebspatientin hustet, zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt

Im Juni 2020 wurde Debra Hunter festgenommen und wegen Körperverletzung angeklagt, nachdem sie absichtlich auf eine Krebspatientin gehustet hatte.

Nach fast einem Jahr und vielen Zeugenaussagen wurde Hunter zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt.

Das Gerichtsurteil folgte, nachdem ein Video im letzten Sommer viral gegangen war.

Heather Sprague befand sich in einem Geschäft in Jacksonville, Florida, als sie den Streit zwischen Hunter unter einer Angestellten mitbekam. Sprague, die an Krebs leidet und Mutter von zehn Kindern ist, nahm das Streitgespräch auf und war plötzlich Teil davon.

„Ich wollte, dass sie weiß, dass sie für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen wird“, erzählte Sprague WWLTV.

Hunter zeigte Sprague den Mittelfinger und hustete dann absichtlich in ihr Gesicht. Sprague trug eine Maske, Hunter jedoch nicht.

Sprague erstattete Anzeige, und Hunter wurde daraufhin verhaftet und wegen Körperverletzung angeklagt.

Anfangs plädierte Hunter auf nicht schuldig. Aber nach mehreren abgelehnten Deals plädierte sie schließlich doch auf schuldig.

Viele Monate nach dem Vorfall wurden vor einem Richter die letzten Zeugenaussagen angehört.

Laut First Coast News traten fünf weitere Zeugen in den Zeugenstand, um für Hunter auszusagen.

Ihr Ehemann erklärte, dass ihr Wutanfall auf Umstände in der Familie zurückzuführen sei. So hätten sie unter anderem all ihren Besitz bei einem Hausbrand verloren.

Hunter sagte ebenfalls aus und erläuterte, welche Auswirkungen ihre Handlungen auf ihre Familie hätten.

Zusätzlich zur Aussage von Hunter hörte der Richter das Opfer Heather Sprague an.

„Ich war in dem Moment fassungslos, und daraus entwickelte sich im Nachhinein Angst“, sagte sie. „Ich sorgte mich um die Gesundheit und Sicherheit meiner Kinder und fragte mich, wie um alles in der Welt ich sie – bei 12 Personen im Haushalt – vor einer Ansteckung schützen könne, wenn ich absichtlich infiziert worden wäre.

Das Urteil des Richters fiel wie folgt aus: eine 30-tägige Gefängnisstrafe, von der ein Tag bereits angerechnet wird. Außerdem wurde Hunter zu sechs Monaten Bewährung, zur Teilnahme an einer psychologischen Untersuchung einschließlich Aggressionsbewältigung, zur Zahlung einer Geldstrafe von 500 Dollar und zur Übernahme der Kosten für den Covid-19-Test des Opfers verurteilt.

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