Klempner verlangt für seine Arbeit bei alten und kranken Menschen kein Geld – Rechnung immer bei 0 Euro

In einem durchschnittlichen Haushalt ist es normal, dass von Zeit zu Zeit etwas kaputtgeht und Hilfe in Form von einem Klempner gerufen werden muss.

Doch leider gibt es in dieser Berufsgruppe, wie in so vielen anderen auch, schwarze Schafe, die besonders die Älteren und Behinderten mit überteuerten Rechnungen über den Tisch ziehen und am Ende des Tages nicht einmal die Arbeit erledigen.

Viele Menschen können sich darüber hinaus nicht die anfallenden Reparaturen leisten, selbst wenn sie nötig sind, um weiter normal leben zu können.

Für James Anderson aus dem englischen Burnley ist das ein nicht aushaltbarer Zustand, weswegen er mit seiner Firma Depher cic genau diesen Menschen helfen möchte – und zwar umsonst.

Wie die Bild berichtete, hilft der Klempner Alten, Behinderten und auch Menschen, die sich aufgrund ihrer finanziellen Situation die Reparaturen nicht leisten können.

Lage von Schwachen nicht ausnutzen

Gegenüber der deutschen Tageszeitung sagte Anderson, dass er an seine Großmutter denken muss, wenn er zu älteren Leuten kommt. Und in diesen Momenten möchte er nichts anderes, als ihnen zu helfen, ohne ihre Lage auszunutzen.

Nicht so wie andere Handwerker, die völlig überteuerte Kostenvoranschläge und Rechnungen ausstellen.

Deswegen schreibt der Klempner auf seine Rechnungen als Zahlungssumme „Nil“ (dt. Null).

Sein spendenbasiertes Hilfsprojekt startete Anderson vor zwei Jahren auf GoFundMe und schreibt dort über seine Beweggründe:

„Depher cic haben wir im März 2017 gegründet, nachdem wir von einem alten, behinderten Mann erfahren hatten, dem eine Sanitärforma 5.500 Pfund (6.500 Euro) für die Reparatur seines Boilers aus dem Kreuz leiern wollte. Er rief mich an, um eine zweite Meinung einzuholen. Da habe ich ihm das Teil schnell umsonst repariert. Es dauerte 45 Minuten.“

Aufgrund des Erlebten wandelte Anderson seinen Betrieb Northern Plumbing in eine Firma um, die fair und auf der Basis von Spenden und Freiwilligkeit funktioniert.

Für diesen Winter hat er das Ziel, mindestens 1.000 Haushalten in Nordengland helfen zu wollen.

Auf GoFundMe sammelt er deswegen weitere Spenden, um seine guten Absichten auch in die Tat umsetzen zu können. Dort versucht er, 30.000 Pfund (35.000 Euro) zu sammeln, auch wenn die Klempner umsonst arbeiten, bekommen sie 30 Pfund (36 Euro) am Tag, um ihre Ausgaben für die Reparaturen zu decken.

Es haben sich mittlerweile Klempner in ganz Nordengland diesem Projekt angeschlossen und am liebsten würde Anderson diesen kostenlosen Service in ganz England anbieten:

„Uns Briten steht laut Meteorologen der kälteste Winter der letzten Jahre bevor.

Wir wissen, dass viele ältere Leute mit ihren Renten kaum auskommen und im Kalten sitzen, wenn was kaputtgeht. Das wollen wir ändern.“

Ein Beispiel von nicht verrichteter Arbeit liefert Anderson auf seinem Twitter-Account und zeigt sich schockiert:

Mit diesem Projekt erreicht Anderson Tausende Herzen und tut gleichzeitig noch so viel Gutes.

Viele Menschen können sich bei dem herzensguten Klempner eine große Scheibe abschneiden.

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