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Silvesterspaß für uns, Horror für die Tiere: So leiden Hunde, Katzen und Co. unter Feuerwerken

Am Montag brennt der Himmel wieder. Am alljährlichen Ritual, mit dem wir Menschen vergnügt das alte Jahr lautstark verabschieden und ein neues einleiten, hängt eine ganze Industrie von Silvesterknallern, Raketen und Böllern. Hauptsache laut und bunt, so die Devise.

Doch was für den Menschen Riesenspaß bedeutet, löst in unseren tierischen Mitbewohnern die reinste Panik aus. Tierschützer müssen im Silvester-Vorfeld nun wie so oft die Spaßbremsen spielen und auf die Gefahren hinweisen, denen wir Tiere in Haus, Wald und Zoo mit der Knallerei aussetzen.

Gefährlicher Lärm

Der Lärm, der von Böllern und Raketen ausgeht, ist für sensible Tierohren besonders unnatürlich. Vor allem die Vögel leiden immens unter der Knallerei, den bunten Lichtern und den Gerüchen. Die Panik kann sogar tödlich enden: Aufgeschreckt von den bedrohlichen Geräuschen fliegen manche Vögel in unnatürliche Höhen, was sie besonders viel Energie kostet. Auch die Orientierung können sie im Lichtermeer verlieren, und im Ernstfall mit Hindernissen zusammenprallen.

Doch auch Haustieren wie Hund und Katze bereitet die Knallerei an Silvester Sorgen. Weil jedes Jahr verfrühte Kracher bereits am Nachmittag einen Vorgeschmack auf die apokalyptischen Zustände in der Nacht geben, sollten beispielsweise Hunde am Silvestertag nur angeleint ausgeführt werden. Auch Katzen sollte man lieber im Haus lassen, bis der Spuk vorüber ist.

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In der Nacht selbst sollten Herrchen und Frauchen das Haus so gut es geht abschotten. Blitzgewitter und Lärm lassen sich dämpfen, indem man alle Fenster und Türen geschlossen hält und die Rolladen herunterlässt. Geräusche von Fernseher oder Radio können die Schießerei draußen übertönen. Am besten sollten Haustiere die Nacht in einem Zimmer verbringen, das nicht direkt an die Straße angrenzt.

Kein Tier ist sicher

Sogar Tiere im Zoo und weitläufigen Wildparks leiden an Silvester, wie der Berliner Zoo gegenüber RBB24 mitteilte. Obwohl ein Großteil der Tiere die Nacht in Stallungen verbringe, würden auch Antilopen und Giraffen zusammenzucken, wenn Böller explodieren. „Das kleine Panzernashorn Karl sieht rein optisch zwar sehr robust aus, die wilde Knallerei wird er mit seinem feinen Gehör jedoch definitiv wahrnehmen“, meint Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem.

Doch nicht nur für Tiere ist die Knallerei gefährlich. Laut Angaben des Umweltbundesamtes sprengen wir in nur einer Nacht 4000 Tonnen Feinstaub in die Luft, der nachweislich krebserregend ist. Laut einer Studie der Harvard-Universität führt der kurze Silvester-Zeitraum zu vermehrten Herz-Kreislauf-Problemen und einem höheren Sterberisiko. Zudem sind die Notaufnahmen jedes Jahr gefüllt mit Unfällen, die dem falschen oder sorglosen Umgang mit den explosiven Neujahrsspielzeugen geschuldet sind.

Wie wäre es dieses Jahr einmal damit, die Knallerei bleiben zu lassen? Den Tieren, der Umwelt und der Gesundheit zuliebe? Immer mehr Gemeinden entschließen sich beispielsweise dazu, statt der chaotischen Knallerei ein gemeinsames Feuerwerk zu organisieren.

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