Foto: Amber Lynn Gilles/Facebook.com

Starbucks-Mitarbeiter bedient Kundin nicht, weil sie keine Maske trägt – sie beschwert sich, er erhält 90.000 Dollar Trinkgeld

Mittlerweile sollte es jeder mitbekommen haben, dass man beim Einkaufen oder allgemein beim Betreten von Geschäften eine Mund- und Gesichtsmaske tragen muss.

Der Coronavirus ist längst noch nicht unter Kontrolle oder gar von dieser Welt. Solche Masken dienen auch nicht nur zum Selbstschutz, sondern auch zum Schutz anderer, weswegen es nur mehr als logisch ist, diese auch selbstverständlich zu tragen.

Ob es nur Ignoranz oder ein unnötiges Aufbegehren gegen diese Regeln sind, lässt sich im folgenden Fall nicht sagen, als sich eine Frau in einer Starbucks-Filiale mit einem Mitarbeiter anlegt. Was sich aber sagen lässt, ist, dass sich diese Geschichte für den Barista finanziell gelohnt hat.

Wie der Spiegel berichtete, begann alles damit, dass eine Kundin den Kaffeeladen in der US-amerikanischen Stadt San Diego betrag und auf den 24-jährigen Barista Lenin Gutierrez traf.

Jeder muss sich an Maskenpflicht halten, damit das Virus sich nicht weiter verbreitet

Dieser trat wie immer auch an diesem Montagmorgen den Dienst an und dachte sich zunächst nichts dabei, als er die Dame, die keine Maske trug, fragte: „Haben Sie eine dabei?“

Die Frau regte sich über diese Frage so dermaßen auf, dass Gutierrez nicht einmal die Möglichkeit hatte, ihr die Richtlinien seines Arbeitgebers zu zeigen, in dem stand, dass jeder, der den Laden betritt, eine Maske zu tragen hat.

Als die Kundin den Laden anschließend verließ, dachte Gutierrez, dass es damit vorbei sei, wie er in einem Video, das er bei Facebook hochlud, erklärte.

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Posted by Lenin Gutierrez on Wednesday, June 24, 2020

Dem war aber nicht so. Die Frau postete ihrerseits ein Foto von Gutierrez auf dem gleichen sozialen Medium und schrieb dazu:

„Traf Lenen von Starbucks, der sich weigerte, mich zu bedienen, weil ich keine Maske trage“, verbunden mit einer Drohung: „Nächstes Mal werde ich auf die Polizei warten und eine medizinische Ausnahmebescheinigung mitbringen.“

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10157012080296949&set=a.489397301948&type=3&theater

Kurz darauf wurde auch Gutierrez auf diesen Post aufmerksam gemacht und er habe sich zunächst erschreckt, als er erkannte, wer da auf dem Foto zu sehen sei.

Als der Barista aber sah, dass die ehemalige „Kundin“ größtenteils Kritik einstecken musste, beruhigte er sich wieder:

„Ich begann, die Kommentare zu lesen und fing einfach an zu lachen.“

User stimmen Gutierrez zu

Viele der Nutzer, die den Post kommentierten, sprachen dem Starbucks-Mitarbeiter ihr Mitgefühl aus und bestärkten ihn darin, dass er sich richtig verhalten habe.

Zusätzlich griffen Menschen, die eine Vorerkrankung haben, den Satz auf, in dem die Frau beschrieb, dass sie aus medizinischen Gründen keine Maske tragen könne:

„In so einem Fall würde ich schlicht keinen Starbucks betreten und mich der Gefahr einer Ansteckung aussetzen“, schrieb eine Nutzerin.

Einer der Nutzer fand die Aktion des 24-Jährigen so stark, dass auf GoFundMe eine Spendenkampagne für ihn ins Leben rief. Dort kamen bis Montagmorgen knapp 90.000 Dollar (80.000 Euro) zusammen.

Für Gutierrez war das einfach nur überwältigend, vor der Coronakrise habe er noch Kinder im Tanzen unterrichtet:

„Das ist das, was ich wirklich machen will: Anderen Menschen zu zeigen, wie man tanzt und wie sehr ich es liebe, zu tanzen.“

Mit diesen Spendengeldern kam der 24-Jährige laut eigener Aussage seinem Traum ein Stück näher.

Die ganze Aufregung hätte die Frau unterdessen umgehen können: Starbucks bietet in den USA nach eigener Aussage ihren Kunden an vielen Standorten die Möglichkeit an, ohne Maske einzukaufen, indem man per Handy bezahlt und die Bestellung an der Tür abholt.

Ein Sprecher sagte:

„Wir wollen, dass sich in unseren Läden jeder willkommen fühlt.“

Die Regeln, die die Gesundheitsbehörden gegen die Ausbreitung der Pandemie erlassen hätten, müssten aber nun einmal eingehalten werden.

Der junge Mann hat genau richtig gehandelt und zum Glück sahen das auch ein Großteil der User im Internet, die ihm zu einem großen Trinkgeld verhalfen.

Teile diesen Artikel, um jeden Einzelnen noch einmal daran zu erinnern, dass die Pandemie noch lange nicht vorüber ist und es wichtig ist, eine Maske zu tragen.