Ärzte diagnostizierten bei Halle Berry Herpes – doch die Wahrheit war eine ganz andere

Halle Berry (59) litt unter Symptomen, die ihre Ärzte zunächst für eine Geschlechtskrankheit hielten. Die tatsächliche Ursache stellte sich als etwas völlig anderes heraus.

Halle Berry redet über gesundheitliche Probleme

Die Schauspielerin hat über eine zutiefst persönliche gesundheitliche Erfahrung gesprochen, über die kaum jemand offen redet. Bei ihr wurde einst fälschlicherweise eine Geschlechtskrankheit diagnostiziert – bis sich herausstellte, was wirklich hinter ihren Beschwerden steckte.

Es passierte zu Beginn ihrer Beziehung mit Van Hunt. Berry bekam Schmerzen beim Sex und Beschwerden beim Wasserlassen.

„Ich wollte auf die Toilette gehen, aber ich konnte einfach nicht“, erinnerte sie sich in der Drew Barrymore Show, wie VT berichtete. „Es tat so weh, auch nur ein bisschen rauszulassen. Ich brauchte fast 10 Minuten, nur um meine Blase zu entleeren.“

Sie sei „so geschwollen“ gewesen, dass sie „nicht einmal die Beine zusammenbringen konnte, um Auto zu fahren.“ Nach einer Untersuchung lautete die Diagnose: ein schwerer Fall von Herpes.

Berry gab zu, dass die Nachricht sie und Hunt in eine schwierige Lage brachte. Beide fragten sich, woher das Virus kommen sollte. Doch dann die Wendung: Ihr Arzt rief zurück – und gab Entwarnung.

Weder Berry noch Hunt hatten Herpes. Die wahre Ursache war die Perimenopause, also die Übergangsphase vor den Wechseljahren, in der sich der Körper darauf vorbereitet, keine Periode mehr zu haben.

Was die Perimenopause anrichten kann

Laut der Mayo Clinic kann diese Phase eine ganze Reihe von Beschwerden auslösen: unregelmäßige Perioden, Hitzewallungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Veränderungen beim Sex sowie Vaginal- und Blasenprobleme. Bei manchen Frauen – wie Berry – führt sie auch zu Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Sex, medizinisch als „vaginale Atrophie“ bekannt.

„Mein Arzt wusste nichts darüber und hat mich null darauf vorbereitet“, sagte Berry laut VT. „In dem Moment wusste ich: Ich muss meine Reichweite nutzen, um etwas für andere Frauen zu bewegen.“

Berry kämpft für Aufklärung

Seitdem setzt sich Berry aktiv für mehr Bewusstsein rund um Frauengesundheit ein. Im März 2024 trat sie gemeinsam mit First Lady Jill Biden beim Gipfel A Day of Unreasonable Conversation in Los Angeles auf.

„Ich möchte verändern, wie Frauen und Männer über Frauen in der Lebensmitte denken“, sagte sie. Viel zu viele Frauen stünden verwirrt und allein da, wenn die ersten Symptome der Perimenopause auftreten.

Ihre Offenheit hat weltweit einen Nerv getroffen – vor allem bei Frauen, die ähnliche Verwirrung oder Scham erlebt haben. Fachleute betonen, dass die Perimenopause häufig fälschlicherweise als Angststörung, Depression oder sogar Geschlechtskrankheit diagnostiziert wird.

Berry will mit ihrer Geschichte dazu beitragen, das Thema aus der Tabuzone zu holen. „Wir müssen darüber reden. Jede Frau durchlebt das, und niemand sollte sich dafür schämen.“

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