Die Epstein-Akten sorgen weiterhin für heftige Reaktionen.
Obwohl sich die mediale Aufmerksamkeit bisher vor allem auf Männer wie Andrew Mountbatten-Windsor (ehemals Prinz Andrew), Donald Trump und Peter Mandelson konzentriert hat, rücken nun die Frauen in den Fokus, die in der gewaltigen Sammlung von 3,5 Millionen Seiten genannt werden.
Hollywood trifft auf royales Drama
Die Veröffentlichung der Millionen Seiten umfassenden Jeffrey-Epstein-Akten durch das US-Justizministerium hat nicht nur seine Verbrechen erneut ins Rampenlicht gerückt, sondern auch die Frage aufgeworfen, warum die Behörden so lange nicht gehandelt haben.
Die Akten bestätigen, was viele bereits vermuteten: Epsteins Einfluss reichte weit über Vorstandsetagen und Privatjets hinaus. Und obwohl das Justizministerium betont, dass eine Nennung in den Dokumenten keine Schuld impliziert, hat das schiere Ausmaß der Liste für Gesprächsstoff gesorgt – insbesondere wenn es um die genannten Frauen geht.
Sarah Ferguson: Epsteins „Stütze“
Sarah Ferguson, Herzogin von York und Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor, wird mehrfach im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veranstaltungen und Reisen erwähnt, die mit Epstein in Verbindung stehen.

Die Dokumente offenbaren, wie eng ihr Verhältnis zum in Ungnade gefallenen Finanzier war – darunter E-Mails, in denen sie ihn als ihre „Stütze“ bezeichnet. Außerdem zeigen die Unterlagen, dass Ferguson selbst während Epsteins Haftstrafe wegen sexueller Vergehen an Minderjährigen wiederholt E-Mails mit ihm austauschte.
Sechs Unternehmen, die mit Ferguson in Verbindung stehen, sollen nach der Veröffentlichung der neuesten Epstein-Akten geschlossen werden, wie CNN berichtet.
Doch damit nicht genug: Auch Fergusons Töchter, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, sind in den vergangenen Wochen ins Visier geraten, nachdem ihre Namen in den neuesten Dokumenten aufgetaucht waren.
17.500 Dollar pro Nacht
Inmitten des anhaltenden Skandals tut Ferguson alles, um aus der Öffentlichkeit zu verschwinden. Quellen berichten, dass sie sich seit Monaten bedeckt hält – vor allem nachdem die neu veröffentlichten Dokumente gezeigt haben, wie stark sowohl sie als auch ihr Ex-Mann in Epsteins Umfeld verwickelt waren.
Wie die Daily Mail berichtet, hat Ferguson einen Großteil ihrer Zeit in der renommierten Paracelsus Recovery Clinic in Zürich verbracht – einer Einrichtung, die sie seit über einem Monat zu ihrem vorübergehenden Zuhause gemacht hat.
Die Klinik, die 17.500 Dollar pro Nacht berechnet, bietet Ferguson die Privatsphäre, Betreuung und medizinische Versorgung, die sie in dieser schwierigen Phase braucht. Die Gebühren umfassen Verpflegung, Unterkunft und Zugang zu spezialisierten, einmonatigen Behandlungsprogrammen, die auf prominente Klienten zugeschnitten sind.
Jeder Klient wird von einem Team aus mindestens 15 Fachleuten betreut – darunter Ärzte, Therapeuten und Spezialisten – und erhält persönliche Annehmlichkeiten wie einen Chauffeur und einen privaten Koch.
Die Klinik, die sich selbst als „diskret“ beschreibt, bietet Programme an, die zwischen 122.000 und 154.000 Dollar pro Woche kosten.
Mächtige Frauen und Philanthropinnen
Die Epstein-Akten berühren auch bedeutende Persönlichkeiten aus Philanthropie und Tech-Branche. Melinda Gates taucht in Korrespondenz auf, die mit geschäftlichen und wohltätigen Aktivitäten zusammenhängt – obwohl nichts in den Akten auf ein Fehlverhalten ihrerseits hindeutet.
Auch Hollywood bleibt nicht verschont.
Monica Lewinsky – für immer verbunden mit einem der größten Skandale des späten 20. Jahrhunderts – wird am Rande erwähnt. Die ehemalige Schauspielerin Meghan Markle, heute Herzogin von Sussex, taucht im Zusammenhang mit Branchenveranstaltungen und Gästelisten aus ihrer Zeit als Schauspielerin auf. Und auch die lautstarke #MeToo-Aktivistin Alyssa Milano wird genannt.
Comedy und Late-Night-TV bleiben ebenfalls nicht außen vor. Amy Schumer, Whoopi Goldberg und Rosie O’Donnell erscheinen kurz in den Unterlagen – meist in Verbindung mit Partys, Wohltätigkeitsveranstaltungen oder E-Mail-Vorstellungen.
Die Akten reichen sogar bis in Hollywoods goldene Ära zurück. Marilyn Monroe und Janis Joplin werden im historischen Kontext erwähnt, während Musiklegenden wie Diana Ross, Beyoncé und Barbra Streisand zeigen, wie weit Epsteins gesellschaftliche Ambitionen reichten.
Die Liste der genannten Frauen
Die Akten umfassen auch politische Persönlichkeiten und öffentliche Figuren und lesen sich wie ein Who’s Who der Macht. Zu den bemerkenswertesten genannten Frauen gehören:
Alexandria Ocasio-Cortez, Ashley Biden, Chelsea Clinton, Ashley Massaro, Diana (Prinzessin von Wales), Ghislaine Maxwell, Gloria Allred, Hillary Clinton, Ivanka Trump, Jill Biden, Kamala Harris, Lady Victoria Hervey, Mette-Marit (Kronprinzessin von Norwegen), Ariane de Rothschild, Melania Trump, Michelle Obama, Nancy Pelosi, Nikki Haley, Sarah Ferguson, Theresa May, Zoe Lofgren, Naomi Campbell – und viele weitere.
Wichtiger Hinweis
In den Akten genannt zu werden, bedeutet nicht, dass die genannten Personen in kriminelle Aktivitäten verwickelt waren. Die Liste unterstreicht jedoch das erschreckende Ausmaß von Epsteins Netzwerk, das Königshäuser, Politik, Hollywood und die Musikwelt gleichermaßen berührte.
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