Prinz William bricht sein Schweigen nach Andrews Verhaftung

Die Festnahme des ehemaligen hochrangigen Royals Andrew Mountbatten-Windsor, früher bekannt als Prinz Andrew, sorgte letzte Woche für weltweites Aufsehen. Jetzt hat sich Prinz William erstmals öffentlich geäußert.

Am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr traf die Polizei an Andrew Mountbatten-Windsors Wohnsitz Wood Farm in Sandringham ein. Die BBC berichtete als erstes darüber. Er wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Assistant Chief Constable Oliver Wright erklärte: „Nach einer gründlichen Prüfung haben wir nun eine Ermittlung zu diesem Vorwurf des Amtsmissbrauchs eingeleitet.“

„Es ist wichtig, dass wir die Integrität und Objektivität unserer Ermittlungen schützen, während wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um diese mutmaßliche Straftat zu untersuchen“, fuhr er fort. „Wir verstehen das erhebliche öffentliche Interesse an diesem Fall und werden zu gegebener Zeit Updates bereitstellen.“

Die Festnahme und Freilassung

Die Behörden teilten mit, dass Durchsuchungen an Standorten in Berkshire und Norfolk durchgeführt wurden. Andrew wurde noch am selben Tag freigelassen, die Ermittlungen dauern jedoch an.

Gareth Martin, ein Strafverteidiger, erklärte gegenüber der Daily Mail: „Um eine Verurteilung zu erreichen, muss die Anklage mehr als nur einen Fehler nachweisen. Sie muss belegen, dass ein öffentlicher Amtsträger in seiner offiziellen Funktion seine Pflicht vorsätzlich vernachlässigt oder sich in einem solchen Maß fehlverhalten hat, dass es das Vertrauen der Öffentlichkeit in dieses Amt im Kern erschüttert. Die Hürde für dieses Vergehen ist außerordentlich hoch. Es sollte nur dann angewendet werden, wenn das Verhalten so schuldhaft ist, dass eine strafrechtliche Bestrafung gerechtfertigt ist – und nicht bloß zivil- oder disziplinarrechtliche Maßnahmen.“

Williams vielsagender Kommentar bei den BAFTAs

Die Festnahme gilt als der gravierendste Skandal, der die königliche Familie seit einer Generation getroffen hat. Bei den BAFTAs am Sonntag, dem 22. Februar, wurde Prinz William gefragt, ob er den Film „Hamnet“ gesehen habe. Seine Antwort war vielsagend: „Ich müsste dafür in einem ziemlich ruhigen Zustand sein – und das bin ich gerade nicht.“

König Charles: „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“

Nachdem die Nachricht von der Festnahme bekannt geworden war, gab König Charles III. eine Erklärung ab, in der er seine „tiefste Besorgnis“ zum Ausdruck brachte. Er sagte: „Ich habe mit tiefster Besorgnis die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Amtsmissbrauch zur Kenntnis genommen.“

„Was nun folgt, ist der faire und ordnungsgemäße Prozess, in dem diese Angelegenheit in angemessener Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird. Dabei haben sie, wie ich bereits zuvor gesagt habe, unsere volle und uneingeschränkte Unterstützung und Kooperation. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.“

Er fuhr fort: „Solange dieser Prozess andauert, wäre es nicht angemessen, mich weiter zu dieser Angelegenheit zu äußern. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unserer Pflicht und unserem Dienst an Ihnen allen weiterhin nachkommen. Charles R.“

Der Hintergrund: Epstein-Verbindungen und Virginia Giuffre

Die Thames Valley Police ermittelt wegen einer Beschwerde, wonach Andrew angeblich vertrauliche Informationen an den verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben soll – während seiner Zeit als Handelsgesandter.

In den vergangenen Jahren sah sich Andrew zudem Vorwürfen von Virginia Giuffre ausgesetzt, einer Anklägerin Epsteins, die behauptet, Anfang der 2000er Jahre im Alter von 17 Jahren zum Sex mit dem ehemaligen Prinzen gezwungen worden zu sein. Andrew hat alle Anschuldigungen gegen ihn bestritten.

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