Das Olympische Dorf ging schon immer um mehr als nur Medaillen und Podest-Selfies. Klar, die weltbesten Athleten versammeln sich zum Wettkampf – aber sobald die Kameras ausgeschaltet sind und die Veranstaltungen für den Tag vorbei sind, nun ja … die Energie verschwindet nicht gerade.
Mit den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina, die nun offiziell im Gange sind, richten sich die Wettkämpfer in ihrem temporären Zuhause ein – und ein besonderes Upgrade sorgt für Gesprächsstoff.
Auf Wiedersehen, „Anti-Sex“-Betten
Für viele Athleten geht es bei Olympia nicht nur um Medaillen – es geht darum, Erinnerungen zu schaffen, auf und neben dem Spielfeld.
Wer sich an die Spiele in Tokio erinnert, erinnert sich vielleicht an die Betten. Die nun berüchtigten Pappgestelle wurden weithin als „Anti-Sex-Betten“ bezeichnet und sorgten für endlose Witze online. Die Organisatoren bestanden darauf, das Design sei einfach umweltfreundlich, nicht romanze-sicher, aber das hielt das Internet nicht davon ab, einen Festtag zu veranstalten.
Schneller Vorlauf zu 2026, und Athleten können sich ausruhen – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Betten in Mailand und Cortina sind stabiler und weitaus traditioneller, was die Erholung von Abfahrten und dreifachen Axeln etwas komfortabler machen sollte, berichtete 20 Minuten.
Die britische Eistänzerin Phebe Bekker gab den Fans sogar einen Vorgeschmack auf TikTok, nachdem sie im Dorf angekommen war.
„Ich bin gerade im Olympischen Dorf angekommen, und ich denke, es ist Zeit, eine Frage zu beantworten, die jeder gestellt hat: ‚Sind die Betten aus Pappe?'“, sagte sie lächelnd, bevor sie bestätigte: „Es gibt keine Pappbetten. Nun, soweit ich weiß.“
Rätsel gelöst.
Das Dorf hat einen Ruf
Das Olympische Dorf hat seit langem einen verspielten Ruf. Bringt man Tausende unglaublich fitter, wettbewerbsfähiger Zwanzig- und Dreißigjähriger an einen Ort, Adrenalin pulsierend, Nationalstolz auf dem Spiel … und Funken werden zwangsläufig fliegen.
Die Geschichten sind nicht gerade neu. Bereits bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 bestellten die Organisatoren angeblich 70.000 Kondome für das Dorf und gingen trotzdem aus. Seitdem hat sich die Planung entsprechend angepasst, mit etwa 100.000 Kondomen, die jetzt typischerweise bei jedem Spiel verteilt werden.
Die alpine Skifahrerin Laurenne Ross gab in einem Interview 2018 einmal zu, dass sie bei den Spielen „mit jedem etwas“ hatte. Der Skeleton-Fahrer John Daly hat über die Anziehungskraft gescherzt und das Offensichtliche hervorgehoben: „Unglaublich gut aussehende [Athleten], perfekte Körper … natürlich wird es etwas Herumknutschen geben!“
Und ja, die Tradition der Verteilung kostenloser Kondome bleibt sehr lebendig. Der paralympische Skifahrer Andrew Kurka beschrieb sie einmal als „olympisch stark“, während Schlittenhockeyspieler Rico Roman es perfekt zusammenfasste: „Was im Olympischen Dorf passiert, bleibt im Olympischen Dorf.“
Subtil? Nicht gerade. Ehrlich? Absolut.
Es geht nicht nur um Flirten und Spaß
Hinter den verspielten Schlagzeilen steckt jedoch ein ernsthafter langfristiger Plan.
Das Olympische und Paralympische Dorf in Mailand wurde auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände errichtet und wird nach den Spielen in Studentenwohnheime umgewandelt – ein großes Stadterneuerungsprojekt, das der Gemeinschaft lange nach der Abschlussfeier zugutekommen soll, berichtete Team Deutschland.
Und während Athleten Annehmlichkeiten wie unbegrenzte Automaten und erstklassige Einrichtungen genießen können, sind die meisten aus einem Grund hier: olympischen Ruhm jagen.
Trotzdem … nach einem Tag, an dem man mit 110 km/h Berge hinuntergerast ist oder schwerkraftdefyierende Tricks gelandet hat, kann ihnen niemand vorwerfen, ein wenig Ausfallzeit zu genießen.
Medaillen am Tag. Erinnerungen in der Nacht. So ist das eben im Olympischen Dorf.