Arche Noah für Haustiere: LKW-Fahrer rettet 64 Hunde und Katzen vor Tropensturm – in einem Schulbus

Der schwarze Himmel bäumte sich bedrohlich hinter ihm auf, als Tony Alsup aufs Gaspedal trat. Er saß am Steuer eines typisch amerikanischen Schulbusses, doch typisch war an dieser Fahrt gar nichts.

Auf den Bänken quengelten keine Schulkinder. Die Passagiere bellten und miaoten, während der bedrohliche Sturm im Rückspiegel immer kleiner wurde.

Alsup nennt seine Fahrgäste die „Übriggebliebenen“. Irgendjemand musste sich ja um sie kümmern, während Tropensturm Florence die Ostküste der USA verwüstete.

„Nichts fällt Menschen leichter, als die kleinen Haustiere zu adoptieren, die süßen und kuscheligen,“ so der Trucker. „Wir nehmen diejenigen auf, die eine Chance verdienen, obwohl sie groß und vielleicht ein bisschen hässlich sind. Aber ich liebe große Hunde, und wir finden ein neues Zuhause für sie.“

Er hat am Montag 64 Hunde und Katzen aus Tierheimen gerettet, die im Weg des Hurrikans Florence lagen, und mit seinem Schulbus zu einer Zufluchtsstätte in Alabama gebracht. Es war seine Bestimmung, den Tieren zu helfen, so Alsup.

Improvisiertes Rettungsfahrzeug

Der 51-jährige Trucker aus Greenback im amerikanischen Bundesstaat Tennessee war extra nach South Carolina gekommen, um die „Übriggebliebenen“ zu retten. Tropensturm Florence hat bereits mindestens 32 Menschenleben gekostet.

Den alten Schulbus hat er für 3.200 Dollar gekauft, als sein Truck für seine Rettungsaktionen zu klein wurde. Tropensturm Florence ist nämlich nicht die erste Naturgewalt, der der Tierfreund mit dem Herzen aus Gold den Haustieren zuliebe getrotzt hat.

Manchmal bringt er Vorräte mit in die Katastrophengebiete. Mit hinaus nimmt er jedes Mal die Tiere.

„Ich liebe es,“ so der Retter. „Die Leute glauben mir das nicht, sie meinen, es müsse verrückt sein. Aber nein. [Die Hunde] wissen, dass ich das Alpha-Tier bin, und dass ich ihnen nichts tun werde.“

Tony Alsup ist ein wahrer Held, der Wind und Wetter trotzt, um jenen zu helfen, an die sonst niemand denkt.

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