Extrem seltene Robbe wurde in der Wildnis gesichtet – das männliche Tier wird von seiner Kolonie verstoßen

Manche Lebewesen auf diesem Planeten sehen anders als der Rest oder ungewöhnlich. Manche halten sie deswegen für „hässlich“, es gibt aber auch andere Meinungen. Andere sagen, sie seien einzigartig und deswegen umso schöner.

Ein Biologe konnte vor kurzem Augenzeuge eines solchen Tieres werden. Es ist vermutlich äußerst selten und scheint aufgrund seines Aussehens von seiner Kolonie verstoßen zu werden, doch für uns Menschen ist es nach wie vor ein süßes Tier.

Als der Biologe Vladimir Burkanov die Robbenkolonie auf der Insel Tyulena im Meer von Okhotsk in Russland besuchte, fiel eine Robbe sofort auf; neben all den schwarzen Robben war eins „orange“, mit blauen Augen und rosa Flossen.

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Es handelte sich dabei um eine Albino-Robbe: laut der Daily Mail stehen die Chancen bei 1 zu 100.000, dass eine Robbe mit Albinismus geboren wird.

„Albino-Robben sind äußerst selten“, schrieb Burkanov auf seinem Instagram-Profil. „Die meisten sehen eher rot als weiß aus. Aber diese Robbe ist eindeutig Albino, sie hat keine Pigmentierung, nicht mal in den Augen.“

Er gab dem besonderen Tier den Spitznamen „hässliches Entlein“.

Leider scheinen die anderen Robben in der Kolonie die andersaussehende Robbe aber nicht zu akzeptieren. Man weiß nicht, inwiefern das „hässliche Entlein“ ausgeschlossen wird, sollte aber klar werden, dass das männliche Tier in der Wildnis nicht überleben kann, wird es von Tierschützern gerettet.

„Die kleine Robbe sieht wohlgenährt aus und war sehr aktiv, das lässt darauf schließen, dass die Mutter viel Milch gibt“, sagte Burkanov der englischen Zeitung. „Manche Robben scheinen der Albino-Robbe nicht viel Aufmerksamkeit zu schenken, deswegen scheint sie etwas zu stören.“

Die Robbe leidet auch an ihren schlechten Augen und das Tier wird sich wohl nicht paaren, wenn es soweit ist.

Als das Foto der kleinen Albino-Robbe viral ging, teilte Burkanov ein weiteres einer anderen Albino-Robbe, die in der Wildnis überleben konnte.

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Альбинос-хромист – продолжение: Фотография котика альбиноса, или более правильно будет сказать – хромиста, вызвала интерес у и вопросы у посетителей. Я помню осенью 2017 года на лежбище Северо-Западном острова Беринга мой бывший студент, а теперь коллега, работающий на Командорских островах, Сергей Фомин фотографировал самца-холостяка такой же необычной окраски. Он был хорошо упитан, хотя имел явные проблемы со зрением. Я обратился к нему за уточнением возраста того альбиноса, и Сергей сообщил мне, что видел и снял этого же самца в этом году! И на том же самом месте Северо-Западного лежбища, где он его фотографировал осенью 2017 года. Теперь он уже секач, достиг половой зрелости и ему 5-6 лет. Но находился на нерепродуктивной части лежбища. Т.е. в размножение в этом сезоне не вступал. Пожалуй, это первый документально зафиксированный случай дожития котика аномальной окраски до половозрелого возраста. Albino fur seal – continued: A photo of an albino (partial albino or chromist) fur seal pup aroused the interest of visitors to my page. I tried to find information on the age of similar unusual color of young fur seal, my former student, and now a colleague Sergey Fomin photographed at the Severo-Zapadnoe rookery on the Bering Island in fall 2017. The animal was 2 or 3 years old and physically in good shape, even it was clear it had poor sight. I turned to him to clarify the age of that albino, and Sergeн replayed me that he had seen and photographed the same male this summer again! In the exact location of the Severo-Zapadnoe rookery, where he photographed the animal in the fall of 2017. The albino is now matured bull 5-6 years old. He did not participate in reproduction this season and was seen on the bachelor section of the rookery only. Perhaps, this is the first documented case of the survival of a northern fur seal of an abnormal color to adulthood.

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Dieser Albino ist mittlerweile zwischen fünf und sechs Jahre alt. Wie die kleine Robbe kann dieser auch nicht gut sehen und paart sich auch nicht mit anderen Robben, konnte aber überleben.

„Er reproduziert sich nicht während der Paarungszeit und wurde allein auf einem einsamen Fels gesehen“, schrieb Burkanov bei Instagram. „Möglicherweise ist es der erste dokumentierte Fall, der das Überleben einer nordischen Robbe festhält, die bis ins Erwachsenenalter eine andere Hautfarbe hat.“

Es gibt also Hoffnung, dass die kleine Robbe ebenfalls in der Wildnis überleben kann.

Die Robbe scheint zwar ein „hässliches Entlein“ zu sein, doch für uns ist sie genauso schön wie die anderen.

Wir hoffen, dass das Tier trotz ihres außergewöhnlichen Aussehens unter ihren Artgenossen überleben kann.

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