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Frau filmt sich beim Töten der Fische ihres Ex mit Bleichmittel – aus Rache, weil er sie betrog

Eine Britin hat ihrem Ex-Freund ein Video geschickt, auf dem er das Massensterben seiner Haustiere mit ansehen musste: Aus Rache für die Affäre, die sie ihm vorwirft, hatte sie sich dabei gefilmt, wie sie die Fische des Mannes mit Bleichmittel tötete.

Das grausame Video sorgt nun im Netz für Empörung.

Sie beleidigte ihn in einer Reihe von Textnachrichten, ehe sie sich dabei filmte, wie sie das Bleichmittel in den Fischtank schüttete, berichtet The Telegraph.

Im Video, das sie ihm über die Nachrichten-Plattform WhatsApp schickte, hört man sie sagen: „Schau, wie sie es trinken. Sterbt, sterbt, sterbt und sterbt. Wenn ich keine Hobbies und kein Leben haben kann, darfst du das auch nicht, und ich werde nicht für sie bezahlen.“

Als die erste Ladung Gift nicht sofort die gewünschte Wirkung erzielt, legt sie nach:

„Ich glaube nicht, dass sie sterben – oder doch, schau. Ich hole noch etwas mehr Bleichmittel.“

Vor Gericht führte die Verteidigung der 35-Jährigen an, dass sie sich nach dem Ende ihrer Beziehung alleine um fünf Kinder, eine Katze, eine Schlange und die tropischen Fische kümmern musste.

Stress wurde zu viel

Ihr Freund war ausgezogen, nachdem sie ihn einer Affäre bezichtigt hatte. Der Stress nach dem Ende der vierjährigen Beziehung wurde einfach zu viel, und sie hatte das Gefühl, dass er sie mit allem allein zurückgelassen hatte.

Für die Staatsanwaltschaft stand ihre Schuld fest: Bleichmittel ist als Mittel für die Nottötung nicht anerkannt, und die Fische litten wahrscheinlich, bevor sie starben. Sie bekannte sich des Vorwurfs schuldig, geschützten Tieren unnötiges Leid bereitet zu haben.

Ihre Anwältin ließ das Gericht jedoch wissen, dass sie in ihrer Beziehung häuslicher Gewalt ausgesetzt und zum Tatzeitpunkt nicht betrunken gewesen war. Sie habe eigentlich kein Leid verursachen wollen, es sei nur das Ventil der Wut über den Zusammenbruch ihrer Beziehung gewesen.

„Sie möchte, dass Sie wissen, dass ihr Ex mit seiner Untreue den Zusammenbruch herbeigeführt hatte, sie aber gehofft hatten, dass sie zu einer Einigung kommen würden,“ so die Anwältin Charlie Moss.

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Kontrollverlust

Die Frau „hatte das Gefühl, dass sie sich um alles kümmern musste, was er hinterlassen hatte, einschließlich der Tiere.

Sie meinte zu mir, dass sie die Tat nicht geplant hatte, es war etwas, das aus Wut und Frust geschah. Sie bedauert ihre Taten und hat Schritte in die Wege geleitet, ihre emotionale Stabilität zu verbessern.“

Die Frau erhielt eine 18-wöchige Gefängnisstrafe, die 12 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurde. Neben der Übernahme der Prozesskosten von rund 335 Euro und eines Opferzuschlags von etwa 130 Euro hat das Gericht ihr zudem untersagt, je wieder Fische zu halten.

Was in dieser Beziehung auch vorgefallen ist: Unschuldiger als die Fische im Tank, deren Welt die vier Glasscheiben um sie herum nicht überstieg, war an der Misere wohl niemand.

Haustiere sollten niemals die Leidtragenden menschlicher Konflikte sein müssen. Teile diesen Beitrag, wenn du zustimmst.