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Hund weigert sich, vor dem Feuer zu fliehen, denn er hat noch zu tun. Das Schlimmste ahnend kehrt der Bauer zurück – und traut seinen Augen kaum.

Er hatte seinen Hund Odin zum Tode verurteilt. Das zumindest dachte Bauer Roland, als er in die zerstörten Ruinen zurückkehrte, die einst seine Farm gewesen sind. Panisch hatte er vor dem kalifornischen Wildfeuer fliehen müssen, das ohne Warnung ausgebrochen war und in der letzten Woche große Teile des US-Staats verwüstet hat.

Odin weigerte sich, mit seinem Herrchen und den anderen Tieren zu  fliehen, denn: Er hatte eine Aufgabe zu erledigen. Er musste die Ziegen der Farm beschützen. Doch an diesem Tag stieß sogar der Namensvetter des nordischen Göttervaters an seine Grenzen: Statt Kojoten, die sich verjagen ließen, bekam er es mit einer Naturgewalt zu tun, die alles verschlingt, was ihr in die Quere kommt.

 

Auf einer Farm im kalifornischen Sonoma County lebt Pyrenäenberghund Odin mit seinem Herrchen Roland Hendel. Odin beschützt sich auf dem Familienbauernhof die Ziegen vor den vielen Kojoten und Berglöwen, die ihnen ans Fell wollen.

Die Farm wurde von den schrecklichen Waldbränden, die den Staat im Westen der USA jüngst heimgesucht haben, nicht verschont. Roland und seine Nachbarn Scott, Stephen und Ariel mussten panisch die Flucht ergreifen, um dem todbringenden Feuer zu entrinnen. Bevor er seine Farm verließ, schrie Roland nach Odin. Die anderen Hunde und Katzen hatte er schon verladen, doch Odin wollte partout nicht von der Seite der Ziegen weichen.

Schon unter normalen Umständen beschreibt Roland es als nahezu unmöglich, den Vierbeiner nach Einbruch der Dunkelheit von seinen Zöglingen wegzubringen. Dann übernimmt er nämlich die Schicht von seiner Schwester Tessa. Roland traf eine Entscheidung: Er ließ Odin zurück.

Später an diesem Morgen, als wir den Bränden entkommen waren, weinte ich,“ schrieb Roland auf Facebook. „[Ich war] sicher, dass ich Odin zum Tode verurteilt hatte, gemeinsam mit unserer wertvollen Familie von Ziegen, die wir mit der Flasche großgezogen haben.“

Facebook/Roland Tembo Hendel

Er dachte, alle Tiere wären tot

Am nächsten Morgen, als sich das Feuer weitestgehend beruhigt hatte, konnten die Menschen in der Gegend zu ihren Häusern zurückkehren. Auch Roland und seine Nachbarn gingen zurück auf ihre Höfe.

Jedes Bauwerk ist zerstört. Die Bäume brennen immer noch.“

Doch zu Rolands Überraschung erwartete ihn zurück auf der Farm nicht etwa der Tod. Er fand Odin, der durch die Ruinen streifte – mit seinen Ziegen. Der loyale Familienhund hatte seine Pflichten selbst unter lebensbedrohlichen Umständen nicht vernachlässigt: Er war der Beschützer der Ziegen.

Doch es kamen acht Ziegen angelaufen, um uns zu sehen, und sich Küsse und Umarmungen abzuholen,“ schrieb Roland in seinem Facebook-Beitrag. „Dixon hat einen Brandfleck auf seinem Rücken, so groß wie ein Nickel. Abgesehen davon geht es ihnen gut. Odins Fell ist angebrannt und seine Schnurrhaare sind geschmolzen. Mit dem rechten Bein humpelt er.“

Einen Eindruck davon, wie schlimm die Brände waren, die in Kalifornien eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben, können Sie im folgenden Video gewinnen:

Dass Odin und die Ziegen überlebt haben, grenzt wirklich an ein Wunder.

Hunde sind die perfekten Aufpasser und Odin beweist, dass ihre Loyalität nicht einmal vom eigenen Überlebenswillen übertroffen wird. Teilen Sie diesen Beitrag, wenn Sie Ihr Leben einem Hund wie Odin anvertrauen würden!

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