Quelle: Tierarztpraxis Marco Nieburg/Facebook

Hündin als Paket verschnürt & in Tüte gestopft – Tier schwer verletzt im Wald ausgesetzt

Sassnitz/Schleswig-Holstein: Unsere Hunde sind für die Tierbesitzer ein enger Bestandteil der Familie.

Für die Fellnasen würden wir viel aus Spiel setzen, damit es ihnen gutgeht. Doch so geht es leider nicht jedem. Immer wieder fallen Tierquäler auf, die keine Verwendung mehr für ihre Haustiere haben und sie deswegen einfach hilflos aussetzen.

Bei dem neusten Fall dieser Art, der in Sassnitz auf Rügen passierte, wurde eine Hündin sogar so ausgesetzt, dass sie durch die enge Verschnürung lebensgefährlich verletzt und gerade so gerettet werden konnte.

Hündin als Paket verschnürt & in Tüte gestopft

Zwei Frauen waren die ersten, die die ausgesetzte Hündin entdeckten.

Sie machten einen Spaziergang, als sie plötzlich eine kleine Mischlingshündin sahen, die wie als ein Paket verschnürt und in eine Plastiktüte gestopft wurde.

Sie war dabei so eng verbunden, dass sie schwer verletzt wurde, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

„Wäre sie nicht gefunden worden, wäre sie ohne Zweifel verendet“, sagt der Tierarzt Marco Nieburg.

Die beiden Finderinnen wussten, dass sie umgehend handeln mussten und brachten die Hündin umgehend zum Tierarzt nach Sassnitz.

Dieser erkannte, dass bei dem Tier Darm und Gebärmutter stark entzündet waren – für die Hündin eine lebensbedrohliche Verletzung.

Dem Tier mittleren Alters wurde bei einer Notoperation die Gebärmutter entfernt und sie wurde anschließend mit Infusionen aufgepäppelt.

Lieber ehemaliger Besitzer! Wir müssen dir leider mitteilen, dass dein Hund gefunden wurde, sich bei uns in Behandlung…

Gepostet von Mobile Tierarztpraxis Marco Nieburg am Mittwoch, 8. Januar 2020

Tier schwer verletzt im Wald ausgesetzt

Auch nach der OP war die Hündin noch nicht in der Lage, richtig laufen oder sich bewegen zu können. Sie ist immer noch sehr geschwächt.

Für Tierarzt Dr. Nieburg ist allerdings klar, dass er die 700 Euro, die aktuell für die Behandlung fällig wäre, im Fall auch selbst tragen würde.

„Lieber ehemaliger Besitzer, wir müssen dir leider mitteilen, dass dein Hund gefunden wurde, sich bei uns in Behandlung befindet und wir für sie ein tolles, neues Zuhause finden werden!“, schrieb der Veterinär auf Facebook.

15 Menschen sollen bereits angemerkt haben, dass sie die Hündin aufnehmen würden.

Bis dahin wird sie in der Praxis von Dr. Nieburg bleiben und versorgt werden. Danach wird sie wohl erstmal in die Tiernotstation umziehen, bis sie ein neues, liebevolles Zuhause gefunden hat.

Wieso geben Hundebesitzer ihre Tiere nicht einfach im Tierheim ab, wenn sie wirklich nicht mehr für sie sorgen können, sondern setzen sie diesen lebensgefährlichen Bedingungen aus?

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