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Jockey-Skandal erzürnt Pferdefreunde: Rennreiter wird von der Kamera bei einem Gewaltakt erwischt

Frustrierte Autofahrer kennen das Verlangen, der Motorhaube einen kräftigen Schlag zu verpassen, wenn der Wagen mal wieder nicht anspringt. Doch wenn Autofahrer ihrer Wut nachgeben, ist der Schaden überschaubar: Dellen im Alu lassen sich beseitigen.

Autos sind keine Pferde. Sie verfügen über kein Lenkrad und kein Getriebe und lassen sich nicht nach Belieben steuern. Wenn sie einmal ihren eigenen Kopf durchsetzen heißt das nicht, dass etwas mit ihnen nicht stimmt – sie sind Lebewesen, und wir Menschen sollten dankbar sein, dass sie sich überhaupt von uns vor den Karren spannen lassen.

Der Jockey aus dieser Geschichte scheint für einen Moment vergessen zu haben, dass er auf einem Lebewesen sitzt, und nicht auf einem seelenlosen Fahrzeug.

Er wurde am Mittwoch auf einer Rennbahn im australischen Port Lincoln dabei erwischt, wie er sich sein ungehorsames Rennpferd vorknöpft.

Der 22-jährige Jockey Dylan Caboche verliert die Geduld und alle Kontrolle, als sein Pferd ihm nicht gehorcht.

Wutentbrannt springt er ab und verpasst seinem Reittier einen Schlag in die Rippen – vor den Augen der schockierten Zuschauer.

Seit Brisbane 7 News das Video online gestellt hat, geht eine Welle der Bestürzung durchs Netz. In Reaktion auf den Vorfall wurde Dylan nun für zwei Wochen suspendiert.

Pferdefreunde geben sich mit dieser Bestrafung nicht zufrieden. Mitglieder der „Koalition für den Schutz von Rennpferden in Australien“, kurz CPR, halten die Strafe für viel zu lasch und fordern eine Sperre fürs Leben.

Ein einmaliger Ausrutscher

Man darf kein Pferd schlagen und damit davonkommen,“ so Ward Young, der Sprecher der Organisation, in einem Statement.

Wenn Jockeys ihre Wut nicht im Zaum halten können, haben sie es nicht verdient, auf der Rennbahn zu sein. Kaum auszumalen, was hinter den Kulissen vorgeht, wenn wir das am Tag des Rennens sehen.“

Der Jockey selbst erklärt seine Reaktion als Ausrutscher.

Ich verstehe, dass mein Handeln völlig inakzeptabel war,“ meint Dylan Caboche zu Channel 7.

Ein Pferd zu schlagen ist natürlich der falsche Weg, es war eine Kurzschlussreaktion und hätte nicht passieren sollen.“

 

Warnung: Die folgenden Bilder könnten für manche Zuschauer verstörend sein.

Dass er nur mickrige zwei Wochen suspendiert wurde, ist der wahre Skandal dieser Geschichte. Wer so mit seinem Tier umgeht, sollte eine härtere Strafe bekommen.

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