Landwirt erhängt Krähen-Kadaver zur Abschreckung an Feld in Franken

Quelle: PETA Deutschland

Landwirt erhängt Krähen-Kadaver zur Abschreckung an Salat-Feld in Franken

Nürnberg/Bayern: Die Landwirtschaft ist ein Bereich, der immens von den äußeren Bedingungen, Klima und den Naturgewalten abhängt.

Untypisches Klima, Insektenbefall aber auch das Eingreifen von Wildtieren können die Ernte und damit die Einnahmen von Landwirten enorm gefährden.

Ein Landwirt in Franken hat nun einen Schritt gewagt, um sein Salat-Feld vor Krähen zu beschützen, der Tierschützer schockiert und diese zu Protesten bewegt.

Für den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb ist dies allerdings die effektivste und, auch wenn es schwer zu glauben scheint, tierfreundlichste Lösung, um nicht wieder tausende Euro Schaden zu bekommen.

Krähen-Kadaver zur Abschreckung

Die Tierschutzorganisation PETA teilte Fotos von einem Salat-Feld in der Nähe von Nürnberg. Dort hat ein Landwirt mehrere Holzpfeiler aufgestellt.

Dort dran hängen allerdings Kadaver von toten Krähen, die als Abschreckung für anderes Wildtier ist. Während die Tierschützer noch nicht wussten, ob die Vögel zu zuvor lebten, ist mittlerweile erklärt worden, dass die Krähen-Kadaver von Jagdpächtern und Präparatoren gekauft werden.

Seitens der Landwirte heißt es, dass die toten Krähen von Jagdhundeprüfungen stammen und eine der wirksamsten und natürlichsten Abschreckungsmethoden für lebendige Krähen sind.

Jan Hoger von PETA Deutschland erklärt allerdings, dass die Tierschützer ein deutlich anderes Bild davon haben:

„Die Bilder der toten Krähen schockieren jeden Tierfreund. Diese sogenannte Vergrämungsmethode muss umgehend verboten und der Bauer zur Rechenschaft gezogen werden.“

Quelle: PETA Deutschland

„Besser als Chemie oder Abschießen“

Gegenüber der Bild meldeten sich allerdings die betroffenen Landwirte zu Wort und erklären die genaueren Hintergründe dieser Maßnahme.

Man hänge die Krähen-Kadaver am Feld auf, um so keine anderen, tierunfreundlicheren Maßnahmen ergreifen zu müssen.

„Natürlich ist der Anblick eines toten Vogels nicht prickelnd. Aber abschrecken ist besser als abschießen oder Chemie.

Sieht eine Krähe einen toten Artgenossen, bleibt sie fern. Weil es an Fressfeinden fehlt, haben wir ohnehin eine Überpopulation.“

Grund der benötigten Abschreckung ist, dass die Krähen in der Region sich immer wieder über den Salat auf dem Feld hermachen.

Allein im letzten Jahr soll es einen Schaden von mehreren tausend Euro gegeben haben.

Zwei Wochen hängen die toten Krähen, ehe sie abgenommen werden. In der aktuellen Zeit soll diese Abschreckung dabei nicht nur das Feld schützen, sondern auch den vom Aussterben bedrohten Kiebitz.

„Krähen fressen die wehrlosen Küken, von denen es im Knoblauchsland sehr viele gibt. Auch die werden durch die toten Vögel geschützt.“

Auch die Polizei wurde in diesem Fall eingeschaltet, da die Tierschützer ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darin sehen.

Seitens der Behörde heißt es allerdings, dass keine Straftat vorliege.

Verstehst du die Maßnahme der Landwirte, um ihre Ernte zu schützen und keine grausameren Methoden anwenden zu müssen?

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