Foto: Tierrettung München e.V.

Nur um ein paar Euro zu sparen: Mann macht Kastration von Chihuahua selbst – mit Kabelbinder und Paketband

Hat das eigene Tier Leiden oder sonstige Probleme, die man selber nicht behandeln kann, ist es mehr als ratsam, medizinische Fachpersonal aufzusuchen.

Denn nur beim Tierarzt kann man sich sicher sein, dass alle Beschwerden erkannt und auch entsprechend behandelt werden. Ohne dieses Wissen selbst Versuche am Tier zu unternehmen, sollten demnach tunlichst unterbunden werden.

Dazu zählen selbstverständlich auch Kastrationen oder andere chirurgische Eingriffe zur Schönheit des Tieres.

Was eigentlich jedem klar sein sollte, der selbst Tierhalter ist, schien für einen Mann aus München komplett neu zu sein, wie der Focus berichtete.

Hoden mit Kabelbinder und Paketband abgeschnürt

Dieser soll nämlich den Hoden eines Hundes, der zu einer jungen Hundehalterin gehörte, mit Kabelbinder und Paketband abgeschnürt haben.

Und das aus einem ekelhaften Grund: Er wollte die Kosten für die Kastration sparen.

Nachdem der jungen Hundehalterin zwei Tage nach dem Eingriff, der als Tierquälerei eingestuft wird, aufgefallen war, dass dunkel verfärbte Schwellungen am Hoden ihres Hundes zu sehen waren, kontaktierte sie die „Tierrettung München e.V.“.

Die Beamten kamen sofort zu Hilfe und Dr. Evelyne Menges, Präsidentin der Tierrettung München, war schockiert, als sie dort eintrafen:

„Unvorstellbar, dass solch archaische tierquälerische Praktiken mitten in unserer modernen Stadt passieren.“

❗️Hoden mit Kabelbinder und Paketband abgebunden – Mann wollte Kastrationskosten sparen❗️Die „Tierrettung München…

Gepostet von Animals United e.V. am Samstag, 16. Mai 2020

Wenn es nach ihr gehe, solle das Kreisverwaltungsreferat mit „allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln“ für eine strafrechtliche Verfolgung sorgen.

Dadurch, dass die Halterin ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht vernachlässigte, wurde das arme Tier unverzüglich beschlagnahmt.

Außerdem kam bei den Ermittlungen heraus, dass es sich bei dem Tierquäler um den Vater der Halterin handelte. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Weil Kabelbinder und Paketband so fest zugezogen wurden, starben Teile des Gewebes am Hoden des Hundes ab.

Es ist auch noch unklar, ob der Penis des Hundes erhalten werden kann.

Man kann es kaum fassen, dass jemand auf die Idee kam, die Kastration eines Hundes mit Kabelbinder und Paketband selbst zu unternehmen, nur um ein paar Euro zu sparen.

Hoffentlich wird der Schuldige entsprechend für sein Handeln bestraft.

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