Foto: Ajuntament de Borriana/ Facebook

Rentner mit Alzheimer geht ganze Nacht lang verloren – doch er hatte einen Schutzengel

Er war verloren, allein und es wurde langsam kalt. Sie war hungrig, voller Flöhe und von Räude befallen. Eines Nachts verwoben sich die Schicksale von Francisco und Estrella.

Als der 75-Jährige mit Alzheimer-Erkrankung im spanischen Burriana spurlos verschwand, wusste niemand, dass er einen hütenden Schutzengel an seiner Seite hatte.

Die besorgte Familie des Mannes begab sich dennoch auf die Suche, berichtet ThinkSpain. Als die Polizei den Verschwundenen endlich entdeckte, war er nicht allein.

Francisco wollte ein langes Wochenende in seinem Haus in Borriana verbringen, berichtet seine Tochter gegenüber tellerreport. Nachdem er am Donnerstag mit dem Bus angekommen war, stahl er sich nachmittags, ohne dass es jemand bemerkte, hinaus auf die Straße. Er ging los – ohne zu wissen, wohin.

Als der 75-jährige auch bei Anbruch der Dunkelheit noch nicht zurückgekommen war, schlug seine Familie Alarm. Die ganze Stadt machte sich auf die Suche nach dem Verlorenen. 1000 Fahrräder und 60 Autos beteiligten sich an der Rettungsmission.

Erst am Freitagmorgen, 15 Stunden nach seinem Verschwinden, fand man ihn in der ländlichen Gegend von Molí del Arròs. Er war desorientiert und unterkühlt, doch ansonsten ging es ihm gut.

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Tierische Gesellschaft

Kein Wunder: Jemand hatte ihm die ganze Nacht Gesellschaft geleistet. Eine Hündin, die er nie zuvor gesehen hatte – man nannte sie eine mittelgroße Promenadenmischung – hatte sich die ganze Nacht lang an ihn gekuschelt und ihn warm gehalten, während die Temperaturen in den Keller fielen.

Als die Sanitäter den Mann aufsammelten, weigerte sich das Hündchen, seinem neuen Freund von der Seite zu weichen. Sie bestand darauf, mit in den Krankenwagen gelassen zu werden.

La perra que cuidó toda una noche a un enfermo de alzheimer, adoptada por la familia del ancianoHa sido atendida en el…

Posted by Asociación Andaluza contra la Intolerancia Animal on Tuesday, 4 September 2018

Meist wendet sich die örtliche Polizei an nahgelegene Tierheime, um obdachlose Vierbeiner dort unterzubringen. Doch die Familie des Mannes erklärte sich bereit, die Retterin des Senioren zu adoptieren, aus Dank für ihre „noble“ und „loyale“ Tat.

Die Hündin hat also nicht nur einen neuen Freund, sondern eine gänzlich neue Familie gefunden.

Francisco hat bereits einen Hund und eine Katze, die ihm Gesellschaft leisten. Nun ist noch eine weitere Freundin dazugekommen, die seinen Lebensabend mit Alzheimer noch etwas sorgenloser gestaltet.

Was für ein wundervoller Beweis dafür, dass die Freundschaft zwischen Mensch und Hund manchmal Leben retten kann! Teile diesen Beitrag, wenn du dir in Momenten der Not auch eine Freundin wie Estrella an der Seite wünschst.