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Schafe kochen bei lebendigem Leibe: Blanker Horror auf Australiens Export-Schiffen

Jedes Jahr werden fast zwei Millionen Schafe von Australien in die ganze Welt exportiert. Oft ist der Verkauf der letzte Versuch verzweifelter Schafzüchter, noch ein wenig Profit aus Tieren zu schlagen, deren Wollleistung nachgelassen hat.

Ein Großteil der Schafe wird in den Nahen Osten verfrachtet. Doch die Schiffsreise auf den Massentransporten dorthin gleicht der Folter. Bilder eines Crew-Mitglieds von Lebendexporten im Sommer 2017 haben den Horror eingefangen.

Die Bilder, die nur schwer verdaulich sind, zeigen die grausamen Bedingungen, unter denen Schafe auf Exportschiffen die Reise von Westaustralien in den Nahen Osten antreten.

Das Videomaterial zeigt Mitglieder der Crew dabei, wie sie verwesende Kadaver von Schafen über den Boden des Schiffes ziehen, der von Urin und Fäkalien bedeckt ist. Danach werfen sie die Tierleichen einfach so über Bord.

Diese Tiere werden bei lebendigem Leibe gekocht,“ meint Tierärztin Lynn Simpson gegenüber Fairfax Media. Bei der extremen Hitze, die im Schiff vorherrscht, siede das Fleisch der Tiere, als würde man sie im Langsamkocher zubereiten. Ihre Körper fallen dann bereits beim Geringsten Druck zusammen.

Massenexporte sind Tierquälerei

Die Aufnahmen, die von der Tierschutzorganisation Animals Australia veröffentlicht wurden, beweisen laut Dr. Simpson, dass Massentransporte dieser Art Tierquälerei sind.

Ein Crew-Mitglied des Export-Schiffes Awassi Express filmte die erschreckenden Aufnahmen auf insgesamt fünf Reisen im Sommer 2017. Die schlimmste der fünf Reisen, per Daily Mail, ging im August 2017 von Freemantle nach Katar, Kuwait und in die Vereinigten Arabischen Emirate. 2.400 der 63.804 Schafe an Bord überlebten die Reise nicht.

https://twitter.com/AnimalsAus/status/996589017712934912

Betrieben wird das Schiff von der in Perth ansässigen Firma Emanuel Exports, deren Geschäftsführer die Industrie als „verantwortlich, transparent und ethisch nachhaltig“ bezeichnete.

So sehen die laut Lebendexport-Industrie ‚weltführenden‘ Standards in Aktion aus,“ schreibt die Organisation RSPCA South Australia. „Diese Beweise zeigen, dass die australischen Standards für den Export von Nutztieren die Gesundheit und das Wohlergehen von australischen Tieren in Langstrecken-Lebendexporten nicht beschützen kann.“

Lizenz entzogen

Emanuel Exports wurde die Lizenz mittlerweile entzogen, wie der Guardian berichtet. Damit sind 50% der Schaf-Exporte Australiens vorerst gestoppt.

Doch das Problem von Massenexporten bleibt bestehen, und Proteste der Tierschutzorganisationen sind weiterhin groß. Auch Peta hat eine Petition ins Leben gerufen, um die Regierung Australiens zum Handeln aufzufordern. Zum Unterschriften-Ziel von 25.000 fehlen nur noch rund 2000 Stimmen.

Das Leid der Tiere auf derartigen Export-Schiffen ist reine Folter. Teilt diesen Beitrag, wenn ihr ein Ende von Massenexporten wie diesen fordert.