Quelle: Tiko - das Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten

Tierheimhündin „Roxy“ erst adoptiert & wenig später mit Messerstichen getötet

Kärnten/Österreich: Wenn Menschen zu Tierheimen gehen, um dort ein heimatloses Tier zu adoptieren und ihnen ein neues Leben zu schenken, ist es normalerweise eine große Freude für alle Beteiligten.

Die MitarbeiterInnen der Einrichtungen sorgen nicht nur für all ihre tierischen Bewohner, sondern überprüfen auch ganz genau, ob potentielle Adoptionsanfragen auch den Anforderungen der jeweiligen Tiere entsprechen.

So taten es auch die MitarbeiterInnen des Tierschutzkompetenzzentrums Kärnten, als ein Mann ihre Hündin „Roxy“ adoptieren wollte.

Alles wirkte wunderbar und der Adoptionsprozess war bereits abgeschlossen, als der Fall eine dramatische Wendung nehmen sollte.

Nach nur wenigen Wochen im neuen Zuhause, tauchte Roxy wieder auf. Jedoch nur noch ihre leblosen Überreste, die mit Messerstichen übersäht auf einer Mülldeponie lagen.

Das Tierheim ist entsetzt, die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Roxy brutal ermordet

Die Betreuer des Tierschutzkompetenzzentrums Kärnten (Tiko) waren so optimistisch, als ein Mann sich für Hündin Roxy interessierte.

Die Einrichtung erklärt, wie der Interessent sich sehr bemüht habe und bevor er den Zuspruch bekam immer wieder ruhig und behutsam mit der Hündin umgegangen sei.

Tierheimhündin Roxy war eine Schäfer-Dobermann-Mischlingshündin, die zwar noch zu lernen hatte, wie sie an der Leine mit anderen Hunden umgeht, aber ansonsten sehr liebevoll war.

„Roxy war eine sehr folgsame, wissbegierige und herzliche Hündin, die es einem einfach machte, sie lieb zu gewinnen“, schrieb das Tierheim in einem herzzerreißenden Nachruf.

Denn die Geschichte der Hündin und ihres neuen Herrchens sollte schnell eine grausame Wendung nehmen.

Da der Mann sich sehr bemüht zeigte in betreuten Spaziergängen, durfte Roxy Mitte Dezember zu ihm ziehen.

https://www.facebook.com/TikoTiere/posts/3660435867345032

Nach gerade mal drei Wochen bekam die Tiroler Einrichtung einen Anruf des neuen Besitzers von Roxy.

Ihr Umgang mit anderen Hunden würde ihn überfordern, also einigte man sich, dass die Hündin am kommenden Wochenende wieder zurückkehrt.

Leider kam die Vierbeinerin nie wieder dort an. Von dem Mann fehlte jede Spur, er war nicht mehr erreichbar und brachte Roxy nicht wie vereinbart zurück.

Niemand vom Tierheim wusste, was mit der Hündin passiert war, bis ein Anruf der Polizei für blankes Entsetzen sorgte.

„Es stellte sich heraus, dass die Hündin wie ein Stück Abfall entsorgt wurde, nachdem aus unbekannten Gründen mehrmals auf sie eingestochen wurde.“

Man hatte den Leichnam von Roxy auf einem Altstoffzentrum gefunden. Die Polizei konnte über den Chip herausfinden, dass sie im Tiko gelebt hatte und meldete sich dort.

Trauer und Entsetzen

Auf Facebook mussten die MitarbeiterInnen des Tierheims Abschied von Roxy nehmen und zeigten sich tief entsetzt über den Vorfall.

„Wir sind in tiefer Trauer und wollen mit eurer Hilfe Roxy noch einmal hochleben lassen und sie als die fröhliche, liebenswürdige und besondere Hündin, die sie war, in Erinnerung behalten

Liebe Roxy, du bleibst unvergessen!“

Auch Tara Geltner, Präsidentin des Landestierschutzverein Kärnten, zeigt sich tief getroffen über die grausame Ermordung von Roxy:

„Es ist nicht in Worte zu fassen, was ein solches Schicksal in den Herzen unserer Mitarbeiter hinterlässt.“

Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren. Man hofft, den mutmaßlichen Täter so schnell wie möglich zu fassen.

„Die Person wurde bei der Staatsanwaltschaft anzeigt. Nun setzt das TiKo alles daran die Ursache für Roxys Tod zu klären.

Dafür wurde eine vollständige Obduktion samt toxikologischem Befund angeordnet. Das Ergebnis ist derzeit noch ausständig.“

Unser Beileid und Mitgefühl gelten den MitarbeiterInnen aus Kärnten, die sich so liebevoll Tag für Tag für alle ihre Schützlinge einsetzen.