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Tierquäler kleben Babykatze mit Leim auf Straße fest – Tierfreund rettet sie in letzter Minute

Bei seinem Weg zur Arbeit am Freitagmorgen machte Chuck Hawley eine schockierende Entdeckung: Jemand hatte ein Kätzchen war offenbar mit Leim auf eine vielbefahrene Straße geklebt.

Es war noch dunkel draußen, weshalb Hawley nicht sofort erkannte, wobei es sich bei dem Objekt handelte, dessen Umrisse er vor sich auf der Straße ausmachte.

Zunächst dachte er, es handelte sich um eine kleine Schachtel, doch als er näher heranfuhr, wurde ihm klar, dass sich das Objekt bewegte. Auf der Straße lag ein lebendiges Kätzchen, das frierte und vor Angst zitterte.

„Als ich sie aufhob, waren ihre Pfoten auf die Straße geklebt, also dachte ich, auweia. Ich fing an, ihre Pfoten hochzuziehen – und es war wie eine Gummilösung, also hatte man sie an die Straße geklebt,“ meinte Hawley im Gespräch mit FOX12. Der Kleber bedeckte Stellen an ihrem ganzen Körper, doch überwiegend waren ihr Schwanz und ihre Pfoten betroffen.

Hawley weiß nicht, wie lange das Kätzchen schon auf der Straße ausgeharrt hatte, an einen Unfall glaubt er jedoch nicht.

„Wir hofften zunächst, dass sie einfach nur durch den Leim gelaufen war, aber es war ziemlich offensichtlich, dass jemand ihre Pfoten in den Kleber getunkt und ihn irgendwie auf ihre Fußballen gerieben hatte,“ so Hawley.

Der ganze Leim befand sich im Umkreis des Kätzchens, und Pfotenspuren gab es keine. Jemand musste die Katze also ganz präzise an diesem Ort festgeklebt haben.

Hawley brachte seine neue Freundin zur Tierklinik Silver Creek, wo Mitarbeiter mit Mineralöl gegen die Leimrückstände vorgingen. Dort entdeckten sie auch kleine Stichwunden im Nackenbereich. Woher jene stammen, ist jedoch unklar.

Die behandelnde Tierärztin Dr. Jenny Bate meinte gegenüber FOX 12, sie habe einen solchen Fall noch nie erlebt.

„Zunächst packt einen die Empörung, und dann denkt man darüber nach, was eine Person dazu bringen könnte, so etwas zu tun?“ so Bate. „Jemand hat den Leim angebracht, ich weiß nicht wie oder warum, aber ja, jemand hat das getan.“

Hawley hofft, dass die örtliche Polizei das Verbrechen mit Hilfe von Kameras in der Nähe der Fundstelle aufklären können wird.

Sticky, hat Hawleys Frau das kleine Kätzchen getauft, hat bereits ein neues Zuhause gefunden – bei ihrem Retter. „Das Lustige an der Sache ist, dass wir erst vor ein paar Nächten darüber gesprochen haben, uns eine Katze zuzulegen,“ scherzt Hawley. „Da hätte es für die Katze wohl eine einfachere Methode gegeben, uns zu finden, aber wenn es so sein soll, dann ist es eben so!“

Die perfiden Ideen von Tierquälern machen immer wieder aufs Neue fassungslos. Für Sticky immerhin hatte die Geschichte ein Happy End, und das nur wegen der flinken Reaktion eines wahren Tierfreunds.

Teile diesen Beitrag, um Hawley und all den bei Stickys Rettung beteiligten Tierfreunden für ihren Einsatz zu danken!