Tierschützer finden 35 tote Hunde in Müllsäcken auf Anwesen

Foto: Christa Valentin/ Facebook.com

Tierschützer finden 35 tote Hunde in Müllsäcken auf Anwesen – Frau drohen zwei Jahre Haft wegen Quälerei

Es macht einen immer wieder fassungslos, wenn man über Fälle von Tierquälerei liest und man fragt sich, wie ein Mensch dazu überhaupt in der Lage sein kann.

Dennoch ist es auch wichtig, über sie zu berichten, damit diese Täter an den Pranger gestellt werden und sich hoffentlich keine Nachahmer finden.

Dazu gehört auch der folgende Fall, über den RTL berichtete.

Im Mittelpunkt stand dabei das Anwesen einer Frau, auf dem Tierschützer im österreichischen Kärnten im vergangenen Juli unfassbare 35 tote Hunde aufgeteilt in 15 Müllsäcken fanden.

Sie alle waren Hunde der Rasse Malinois, darunter waren sogar sechs Welpen.

Foto: Christa Valentin/ Facebook.com

In einer aktuell laufenden Petition fordern Tierschützer, dass Birgit S. der Prozess gemacht werden soll und sie die Höchststrafe von zwei Jahren erhalten soll.

Die Tierschützer konnten auf das Grundstück gelangen, nachdem sie die Genehmigung des Vermieters erhielten und schon am Eingang des Hauses war ein Geruch von Verwesung zu vernehmen.

Eine Frau, die bei der Durchsuchung dabei gewesen war, sagte:

„[…] Diesen Geruch habe ich im April gerochen und dachte das sei Hundekot.“

Als die Helfer um Christa Valentin dann mit einer Taschenlampe in ein kleines Kellerfenster leuchteten, entdeckten sie einen toten Hund. Doch das ganze Ausmaß war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennbar.

Kurz darauf machten sie nämlich die schreckliche Entdeckung, dass sich weitere tote Tiere in Müllsäcken befanden.

Einige der Hunde trugen sogar noch ihre Halsbänder, einer hatte einen Maulkorb um.

Augenblicklich verständigten die Tierschützer die Polizei und einen Amtstierarzt.

„Geruch war unerträglich“

Tierschützerin Christa Valentin erinnert sich an dieses Grauen:

„Der Geruch nach Verwesung war unerträglich. Der Anblick der Tiere wird mich mein Leben verfolgen.

Nachts quälen mich die Bilder der armen geschundenen Seelen und ich frage mich wirklich, wenn dort regelmäßig kontrolliert wurde, warum das hat KEINER bemerkt?“

Foto: Christa Valentin/ Facebook.com

Birgit S., die sich selbst Tiertrainerin nannte, war den Behörden bereits 2014 aufgefallen, weil sie ihre Tiere vernachlässigt haben sollte.

Weil man aber keine Beweise fand, konnte man ihr die Tiere nicht abnehmen. Sie schickte den Behörden immer wieder Fotos von gesunden und konnte so den Anschein aufrecht erhalten, dass es den Hunden gut ging.

Mit der Petition möchten die Tierschützer erreichen, dass Birgit S. die Höchststrafe von zwei Jahren erhält und sie wollen vor allem „ein Exempel setzen für alle geschändeten und gequälten Tiere in diesem Rechtsstaat“.

Es wird vermutet, dass die 38-Jährige unter „Animal Hoarding“ oder auch dem „Tier-Messie-Syndrom“ leiden soll.

Nach einer Verfolgungsjagd durch Kärnten, nur wenige Tage vor der schrecklichen Entdeckung auf dem Anwesen, konnten elf Hunde verschiedener Rassen aus den Zwängen von Birgit S. gerettet werden.

Leider kam die Hilfe für die restlichen 35 Hunde zu spät.

In einem Appell wendet sich Christa Valentin an die Gesellschaft:

„Schaut nicht weg, zeigt auf, zeigt an. Es gab schon viele Fälle, die diesem ähnlich sind – das darf nicht sein!“

Man mag sich gar nicht ausmalen, was die armen Fellnasen durchlebt haben müssen.

Ruht in Frieden, unschuldige Hündchen.

Teile diesen Artikel, wenn Tierquäler deiner Meinung nach strenger bestraft werden müssen.