Quelle: Parque Nacional Galapagos

Vermeintlich ausgestorbene Riesenschildkröten auf Expedition gefunden

Galapagosinseln/Ecuador: Der „einsame George“ war lange Zeit das letzte Exemplar seiner Art der Riesenschildkröten.

2012 verstarb der 100 Jahre alte George an einem Herzleiden.

Damit galt seine Art, die auf der Galapagosinsel Pinta vorkam, als ausgestorben.

Doch Arten- und Tierschützer haben nun allen Grund zur Freude: Auf einer Expedition haben Forscher Exemplare der vermeintlich ausgestorbenen Schildkrötenart gefunden.

Die Galapagosinseln sind zu 97% geschütztes Welterbe und beherbergt eine Vielzahl an Vulkanen und Tierarten, die es nur dort zu finden gibt.

Vermeintlich ausgestorbene Riesenschildkröten gefunden

Wie der Nationalpark Galapagosinseln selbst in einer Pressemitteilung mitteilte, waren Forscher auf einer Expedition, um den Wolf-Vulkan zu erforschen.

Auf der Insel Isabela wurde dabei ein Riesenschildkröten-Weibchen gefunden, dass in direkter Abstammung zum „einsamen George“ steht.

Kurz darauf wurde die Begeisterung der Forscher noch größer. Auf der Galapagosinsel Floreana wurde weitere elf Männchen und 18 Weibchen einer Riesenschildkröten-Art entdeckt, die ebenfalls als ausgestorben galt.

nach aktuellem Erkenntnisstand sollen die Tiere von Piraten und Walfängern verschleppt und auf den Inseln ausgesetzt worden sein.

Dabei haben sich die Arten untereinander vermischt. So konnten nun Tiere gefunden werden, die Genmaterial von ausgestorbenen Arten in sich tragen.

[BOLETÍN] Expedición científica a volcán Wolf localiza una tortuga pariente del Solitario GeorgeLa expedición a…

Gepostet von Parque Nacional Galápagos am Freitag, 31. Januar 2020

Expedition mehr als erfolgreich

Dass die Vulkan-Expedition allerdings solch ein überraschender Erfolg wird, hätte niemand erwartet.

Die Galapagosinseln, die zu Ecuador gehören, sind vulkanische Inseln und beherbergen Tierarten, die nirgendwo sonst vorkommen.

Allein 15 sehr nah verwandte Riesenschildkröten-Arten leben dort. Vier von diesen galten allerdings vermeintlich als ausgestorben.

Aktuell geht man von insgesamt 20.000 bis 25.000 Exemplaren der Riesenschildkröten auf den Inseln aus.

Auf der Expedition wurden nun circa 50 Blutproben der Schildkröten genommen. Außerdem wurden ihnen Mikrochips eingepflanzt, damit sie wiedergefunden und identifiziert werden können.

Nun besteht die Hoffnung, dass durch gezielte Zuchtprogramme, die vermeintlich ausgestorbenen Arten der Riesenschildkröten wieder auf der Welt angesiedelt werden können.

Jede Tierart, die als ausgestorben galt und wieder gefunden wird, ist ein immenser Erfolg.

Alle Arten sind schützenswert. Unsere Erde wird erst durch seien Artenvielfalt zu dem beeindruckenden Planeten, der sie ist.