Ein Mann aus Kalifornien fordert 35 Millionen Dollar von der Stadt San Diego, nachdem er nach Angaben seines Anwalts bei einem vermeidbaren Gehwegufall lebensverändernde Verletzungen erlitten hat.
Rund um die Uhr medizinische Hilfe
Der 70-Jährige erlitt am 11. Mai einen gebrochenen Hals und Rücken, nachdem er gestolpert war. Laut seinem Anwalt William M. Berman benötigt der Mann rund um die Uhr medizinische Versorgung, während er sich zu Hause erholt.
Berman erklärt, sein Mandant und seine Frau seien gerade auf dem Rückweg zu ihrem Auto gewesen, nachdem sie in einem nahegelegenen Sushi-Restaurant gegessen hatten, als der Unfall geschah.
Überwachungsaufnahmen einer nahe gelegenen Tierklinik zeigen den Moment des Sturzes. Der Mann, der nicht öffentlich identifiziert wurde, ist zu sehen, wie er mit einer Gehhilfe auf sein Fahrzeug zugeht, bevor er mit dem Fuß an dem freiliegenden Sockel eines Parkscheinautomaten hängen bleibt.
Obwohl der Parkscheinautomat selbst laut Berichten im vergangenen Jahr entfernt worden war, ragte sein metallischer Sockel weiterhin aus dem Gehweg heraus. Nach dem Stolpern fiel der Mann mit dem Gesicht voran gegen sein Auto und erlitt dabei schwere Verletzungen.
Klage über 35 Millionen Dollar
„Sie ragen etwa zweieinhalb bis fünf Zentimeter aus dem Gehweg heraus. Die Stadt muss sicherstellen, dass diese Sockel aus den Gehwegen entfernt werden“, sagte Berman.
Der Anwalt hat nun eine Schadensersatzklage über 35.000.000 Dollar eingereicht und argumentiert, die Stadt habe den Parkautomaten-Sockel in einem „gefährlichen Zustand“ belassen.
Berman behauptet außerdem, ähnliche freiliegende Parkautomaten-Sockel seien in anderen Stadtteilen San Diegos zu finden.
Gegenüber CBS 8 San Diego erklärte er, sein Mandant hoffe, dass die Klage zu sichereren öffentlichen Gehwegen führe.
„Mein Mandant möchte, dass die Stadt ihre öffentlichen Gehwege in einem sicheren Zustand hält. Mein Mandant möchte sicherstellen, dass die Stadt ihrer Verantwortung in ihrem Instandhaltungsprogramm gerecht wird.“
Berman behauptete weiter, der Stadt habe angeblich „das Geld für die Wartung ihres Parkautomaten-Instandhaltungsprogramms gefehlt“, was freiliegende Automatensockel hinterlassen habe, die „eine Gefahr für die Öffentlichkeit“ darstellten.
Auch einige Anwohner haben Bedenken wegen der Gehweggefährdungen geäußert. Laura Landisi, die in der Nähe des Unfallorts wohnt, sagte: „Besonders weil mein Mann einen Rollator benutzt, und die Gehwege durch die Baumwurzeln uneben sind.“
Ihr Mann Robert fügte hinzu: „Wenn man nicht aufpasst, fährt man direkt hinein. Zum Glück bin ich bisher noch nicht gestürzt.“
Die Stadt San Diego äußerte sich zu dem Fall mit den Worten: „Die Stadt kann sich nicht zu einzelnen Ansprüchen oder möglichen Rechtsstreitigkeiten äußern.“
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