Mehrere „Weltuntergangs-Flugzeuge“, die für nukleare Notfälle konzipiert sind, wurden kurz nach dem ersten bekannten Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe über den USA gesichtet – das befeuert Spekulationen im Netz.
CIA-Direktor John Ratcliffe reiste diese Woche persönlich nach Moskau, um dort mit russischen Vertretern zu sprechen. Es war seine erste bekannte Reise dorthin.
Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass an dem Treffen Geheimdienste beteiligt waren, betonte jedoch, es habe kein direktes Treffen mit Präsident Putin stattgefunden.
Peskow warnte davor, den Besuch überzubewerten, und sagte, es sei noch zu früh, um einzuschätzen, welchen Einfluss er auf die insgesamt derzeit angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben könnte.
Wofür die Flugzeuge konzipiert sind
Kurz nach Ratcliffes Reise wurden mindestens fünf Flugzeuge des Typs Boeing E-6 Mercury – oft als „Weltuntergangs-Flugzeuge“ bezeichnet – über Teilen der US-Westküste und zentralen Bundesstaaten gesichtet.
Sie gehören zur Flotte von 16 E-6B-Maschinen der US-Marine und sind dafür konzipiert, mit ballistischen Raketen-U-Booten zu kommunizieren und als fliegender Kommandoposten für die strategischen Streitkräfte der USA zu dienen, falls andere Systeme ausfallen sollten.
Entgegen einem verbreiteten Missverständnis sind sie jedoch nicht atombombensicher.
Laut Daily Mail zeigten Flugverfolgungsdaten mehrere dieser Maschinen quer über das Land verteilt: eine an der Grenze zwischen Colorado und Wyoming in 24.000 Fuß Höhe, eine weitere nahe Kansas und Oklahoma in 30.000 Fuß, eine dritte über Missouri und Arkansas in 35.000 Fuß sowie eine vierte nahe der Grenze zwischen Texas und Oklahoma. Ein möglicherweise fünftes Flugzeug wurde ebenfalls erfasst, konnte jedoch nicht vollständig identifiziert werden.

Eine weniger alarmierende Erklärung
Warum so viele Maschinen gleichzeitig in der Luft waren, ist nicht bestätigt. Allerdings hatte NORAD ein „seit Langem geplantes, routinemäßiges und defensives“ Militärmanöver namens Amalgam Dart angekündigt, das vom 24. August bis 1. September läuft.
An der Übung nehmen Streitkräfte aus den USA, Kanada und Alaska teil, die koordinierte Luftverteidigungsoperationen und simulierte Szenarien üben.
Es ist möglich – wenn auch nicht bestätigt –, dass die Sichtungen der E-6B mit dieser Übung zusammenhängen und nicht mit einem akuten Anlass zur Sorge.
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