Trumps Gewichtszunahme sorgt bei Ärzten für Besorgnis

Donald Trumps Gesundheitszustand steht erneut unter verstärkter Beobachtung, nachdem neue medizinische Daten eine deutliche Gewichtszunahme des Präsidenten offenbart haben.

Trump wog im Mai 238 Pfund (rund 108 Kilogramm), wie aus einem in dieser Woche veröffentlichten Bericht der Washington Post hervorgeht. Das bedeutet, er hat seit seiner jüngsten Präsidentschaftskandidatur fast 25 Pfund (etwa 11 Kilogramm) zugenommen. Der Großteil dieser Zunahme scheint erst kürzlich erfolgt zu sein: Zwischen seinen beiden letzten jährlichen Vorsorgeuntersuchungen nahm Trump 14 Pfund (etwa 6,3 Kilogramm) zu.

Ärzte, die die Daten ausgewertet haben, sagen, die Zahl auf der Waage sei nicht unbedingt das größte Problem. Vielmehr sorgen sie sich um das, was das zusätzliche Gewicht für Trumps innere Gesundheit bedeuten könnte.

Donald Trumps Gewicht

Einer dieser Ärzte ist David Kessler, der zuvor die US-Arzneimittelbehörde FDA leitete. Er konzentrierte sich auf viszerales Fett, das sich um innere Organe herum bildet und nicht direkt unter der Haut liegt.

„Diese viszerale Fettansammlung ist Fett um Leber, Bauchspeicheldrüse und Herz herum, wo es nicht hingehört“, sagte Kessler laut VT und fügte hinzu, dies wecke Bedenken hinsichtlich eines „vorzeitigen Todes“.

Auch Scott Kahan, Direktor des National Center for Weight and Wellness, warnte davor, das Thema allein auf Trumps Erscheinungsbild zu reduzieren.

„Adipositas ist ein starker Risikofaktor für zahlreiche Gesundheitsprobleme“, sagte er, „ebenso wie für vorzeitige Behinderung und Tod.“

Viszerales Fett gilt als besorgniserregend, weil es biologisch aktiv ist. Es wird mit mehreren schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht, darunter Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Schlaganfälle und bestimmte Krebsarten.

Trump hat zuvor bereits eingeräumt, dass er abnehmen möchte.

„Das Einzige, was ich gerne tun würde, ist, 15 bis 20 Pfund abzunehmen“, sagte er gegenüber Mehmet Oz, der inzwischen die Centers for Medicare and Medicaid Services leitet.

Der Präsident hat auch öffentlich über sein Gewicht gescherzt. Beim White House Correspondents‘ Dinner im vergangenen Monat sagte er: „Ich würde niemals jemanden als dick bezeichnen … ich habe schließlich meine eigenen Probleme, wissen Sie?“

Donald Trumps Essgewohnheiten

Trump bekennt sich offen zu Fastfood und hat früher erklärt, er treibe „höchstens etwa eine Minute am Tag“ Sport. Golf beschreibt er als seine wichtigste körperliche Betätigung, wobei er anmerkte, dass er dabei in der Regel einen Golfwagen benutze.

Trumps Arzt äußerte bei seiner jüngsten körperlichen Untersuchung Bedenken, und seine Familie soll ihn Berichten zufolge zu Veränderungen ermutigt haben.

Auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat sich öffentlich zu Trumps Gewohnheiten geäußert. Er sagte vor laufender Kamera, er verstehe nicht, wie der Präsident angesichts seiner Ernährung überhaupt noch am Leben sei.

Das Alter des Präsidenten verleiht diesen Fragen besonderes Gewicht. Trump ist der älteste amtierende Präsident in der amerikanischen Geschichte und wird bis zum Ende seiner aktuellen Amtszeit 82 Jahre alt sein.

Das Weiße Haus hat sich nicht geäußert

Trumps Pressestab hat gesundheitsbezogene Bedenken in der Vergangenheit zurückgewiesen und sie als politisch motiviert bezeichnet. Seine Unterstützer verweisen auf seinen vollen Terminkalender mit Kundgebungen und anderen öffentlichen Auftritten als Beleg dafür, dass er weiterhin gesund genug sei, um seine Aufgaben zu erfüllen.

Doch die im Bericht zitierten Ärzte werfen Fragen auf, die sich nicht allein dadurch beantworten lassen, wie aktiv Trump in der Öffentlichkeit wirkt.

Ihr Fokus liegt auf den möglichen gesundheitlichen Folgen des zusätzlichen Gewichts, insbesondere der Möglichkeit, dass sich viszerales Fett um lebenswichtige Organe herum ansammelt.

Die berichtete Zunahme von 14 Pfund zwischen Trumps beiden letzten körperlichen Untersuchungen hat somit eine konkretere medizinische Sorge in die Diskussion um die Gesundheit des Präsidenten gebracht.

Und zwei Ärzte, die dieselben Daten unabhängig voneinander ausgewertet haben, brachten dabei jeweils die Möglichkeit eines vorzeitigen Todes zur Sprache.

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