Am Mittwoch sollte Christa Pike hingerichtet werden. Doch nachdem ihr zwei Giftspritzen verabreicht worden waren, schlug die Hinrichtung fehl, und Christa wurde ins Krankenhaus gebracht. Nun werden neue Details über die Worte bekannt, die ihre allerletzten sein sollten.
1996 verurteilte ein Gericht Christa Pike wegen der Folterung und Ermordung der 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode. Am Mittwoch sollte die heute 50-jährige Christa durch eine Giftspritze hingerichtet werden. Doch obwohl ihr zwei Injektionen verabreicht wurden, überlebte sie die Hinrichtung und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ihr Zustand ist weiterhin unklar. Während weitere Informationen abgewartet werden, fordern ihre Anwälte einen sofortigen Stopp der Urteilsvollstreckung. Sie sind außerdem der Ansicht, dass Christa unnötigem Leid ausgesetzt wurde.
Vor ihrer Hinrichtung hatte Pike einen Brief an die Welt geschrieben.
„Ich habe keine Angst zu sterben. Ich bin nur nervös wegen des Ablaufs.“
Christa Pikes letzte Worte vor der gescheiterten Hinrichtung
Nun werden auch weitere Details zur gescheiterten Hinrichtung bekannt. Bevor Christa die Injektion erhielt, sprach sie einige Worte, von denen sie glaubte, es seien ihre allerletzten.
„Ich werde diese Welt so verlassen, wie ich den Großteil meines Lebens verbracht habe“, sagte sie laut der Website Nashville Banner, „und das ist mit Liebe.“
Berichten zufolge sagte Pike außerdem, dass sie ihre Kritiker genauso liebe wie die Menschen, die ihr nahestehen. In einer abschließenden Erklärung sagte Christa, sie sei bereit zu sterben.
„Ich bin im Frieden, ich bin bereit, frei zu sein. Das ist ein glücklicher Tag“ – das waren ihre allerletzten Worte vor der Giftspritze.
Ebenfalls anwesend bei der Hinrichtung war ihr geistlicher Beistand, Reverend Mikey Noechel. Gemeinsam sprachen sie noch ein letztes Gebet: „Mögest du in Frieden sein. Sei gütig und sanft zu dir selbst.“
Dieselbe Botschaft richtete sie auch an die anwesenden Medienvertreter, „die Menschen hinter der Scheibe“. Mehrere Zeugen zeigten sich der Website zufolge überrascht von Pikes Haltung vor der Hinrichtung.
Christa Pike litt unter Schmerzen
Pike und ihr geistlicher Beistand sollen gemeinsam ein Lied gesungen haben, und Zeugen beschrieben den Ablauf als „von Anfang an seltsam“. Nach der Injektion klagte Christa jedoch über Schmerzen in ihrem Arm.
„Ist das normal so?“, fragte sie ihren geistlichen Beistand.
„Entspannen Sie sich“, antwortete er ihr.
„Ich versuche es“, sagte sie. Sie lächelte und lachte, und eine Träne rollte ihr über die rechte Wange.
40 Minuten nachdem Christa Pike die Giftspritze erhalten hatte, schlug ihr Herz noch immer. Berichten zufolge begann sie zudem im Raum zu schnarchen. Wäre die Hinrichtung erfolgreich gewesen, wäre die 50-jährige Christa Pike die erste Frau gewesen, die im Bundesstaat Tennessee seit 200 Jahren hingerichtet worden wäre.
Lies auch:
- Christa Pike vor Hinrichtung: Ihre ungewöhnlichen letzten Wünsche
- Christa Pike – Deshalb fordern Anwälte nur Frauen in der Todeskammer