28-Jähriger, der gegen einen Gehirntumor kämpft, verliert kurz nacheinander beide Eltern: „Es ist unfassbar“

Colin Clave war 26 Jahre alt, als bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert und damit sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt wurde, wie PEOPLE berichtete. Seit dieser schockierenden Nachricht sind zwei Jahre vergangenen und jetzt, im Alter von 28, muss er weitere Schicksalsschläge in seinem Leben verdauen: seine Eltern starben, nur wenige Wochen nacheinander. „Es ist unfassbar, was ihm passiert ist“, sagte Colins Freund Kenny Carpenter, der den jungen Mann aus der Lacrosse-Mannschaft am Siena College, USA kennt.

„Es ist ein großer Schock, uns fehlen die Worte. Niemand verdient so etwas, erst recht nicht jemand mit solch einem großen Herzen und aufrichtiger Haltung wie Colin“, fügte sein Freund und Mannschaftskamerad Richie Hurley hinzu.

Am 12. Januar dieses Jahres musste Colins Mutter Barbara ins Krankenhaus. „Wir haben eine Nachricht bekommen, dass Mrs. Clive im Krankenhaus liegt und vier Stunden später die nächste, dass Mrs. Clive aufgrund von Komplikationen bei einer Lungenentzündung verstorben ist“, erinnerte sich Kenny.

Let’s keep the prayer train rolling for our Siena Saint Colin Clive he’s always been our MVP. He will continue to be!…

Posted by Siena Lacrosse Family Alumni on Sunday, November 18, 2018

Vier Tage später musste Colins Vater Dave wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus. Ärzte setzten ihm eine Gefäßprothese ein und er konnte wieder entlassen werden. Doch am 17. Januar, dem Todestag seiner Frau, erlitt Dave einen weiteren Herzinfarkt, den er leider nicht überstand.

„Es ist eine Horrorgeschichte, die man sich nicht ausdenken kann“, sagte Kenny, Colin sei „unter Schock und am Boden zerstört“ aufgrund der Todesfälle seiner Eltern. „Sich dieses Trauma vorzustellen, was dieser Junge durchstehen muss, während er selbst noch das Schlimmste durchleben muss, was man sich vorstellen kann, ist unfassbar“, fügte er hinzu. Richie sagte zudem: „Der Priester sagte am Todestag seiner Mutter, dass er noch nie etwas so Tragisches miterlebt habe und genauso fühlen wir uns alle auch.“

Jetzt, da seine beiden Eltern leider verstorben sind, muss Colin sich allein um sich kümmern und er braucht unbedingt Geld, um für die Krankenhausrechnungen aufkommen zu können. Kenny erzählte, dass Colin – Bewohner von Massapequa – einen Abschluss in Finanzen am Siena College angestrebt hatte. Er erreichte 2014 den Abschluss und arbeitete bei einer Versicherung in Philadelphia für etwa ein Jahr.

Dann ging Colin zurück nach New York, wo er die Freizeit mit seinen Freunden beim Lacrosse verbrachte und war auch recht erfolgreich, ehe sein Leben durch die Krebsdiagnose auf den Kopf gestellt wurde. „Er sah doppelt, fühlte sich benommen, hatte Kopfschmerzen und Erinnerungslücken“, erinnerte sich Carpenter. „Eine Woche später musste er in die Notaufnahme, weil er einen Krampfanfall hatte und vor Ort stellten sie die Diagnose Gehirntumor. Anhand der Größe vermuteten sie, dass er ihn schon eine Weile haben musste. Und durch den Druck, den er ausübte, hatte er all die Beschwerden.“

Colins Freunde boten ihm sofort jegliche Hilfe an. „Zu hören, dass Colin Krebs hat, war das Letzte, was ich erwartet hatte“, sagte Hurley. „Ich stand unter Schock und wusste nicht, was ich tun oder wie ich damit umgehen sollte“, fügte er hinzu. „Niemand kannte das genaue Ausmaß oder wie weit sich der Krebs schon ausgebreitet hatte und wie die Behandlung sein würde.“

„Zunächst waren viele Fragen offen und Ungewissheit, doch mit der Zeit konnten wir mit Colin reden… und die nächsten Schritte besprechen.“ Colins Eltern waren eine große Unterstützung während dieser Zeit. Sein Vater Dave „ließ oft alles stehen und liegen auf der Arbeit, um Colin zu Arztterminen zu fahren, egal wie lange er bleiben musste und tat alles, um ihm zu helfen“, sagte Carpenter.

Es war immer seine Familie gewesen, die Colin unterstützte und bei der Behandlung begleitete, umso schwerer könnte es nun für ihn werden. Um ihm zu helfen, haben seine Freunde eine GoFundMe-Spendenseite eingerichtet, damit er sich um das Finanzielle keine Sorgen machen muss. „Unser oberstes Ziel ist es, dass Colin sich darauf konzentrieren kann, dem Krebs in den Arsch zu treten“, erklärte Carpenter.

„Er kann uns das Finanzielle und die Rechnungen überlassen, wir werden uns darum kümmern und wir wollen Colin unterstützen… seine neue Familie sind jetzt wir. Wir sehen ihn als Bruder an.“ Bislang sind über 600.000 Dollar zusammengekommen und es gehen weiter Spenden ein – was laut Colins Freunden einen positiven Einfluss auf die weitere Behandlung haben kann.

„Bislang haben über 5.000 Menschen gespendet und das bedeutet Colin so viel“, sagte Carpenter. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels sind es sogar bereits über 10.000 Spender. „Menschen, von denen er noch nie gehört hat, spenden für ihn und jede Person, die dabei ist, ist auch beim Kampf gegen den Krebs dabei. Colin sieht das und das motiviert ihn noch mehr.“

Eine wahre Familientragödie, die man nicht in Worte fassen kann.

Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft, Colin. Mögen deine Eltern in Frieden ruhen.

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