Familie trauert nach Tod eines schwarzen Polizisten – Grabstelle verweigert, weil dort „nur Weiße“ liegen dürfen

Eine Familie trauert in diesen Tagen um einen Mann, der sein Leben in den Dienst der Gesellschaft stellte und als Polizist für Recht und Ordnung sorgte. Doch nun bekommt er nach seinem Tod nicht einmal die Anerkennung, die er zweifellos verdient hat. Im Gegenteil, er wird als toter Mann Opfer von Rassismus.

Wie PEOPLE berichtete, ist die Familie von Late Darrell Semien, einem schwarzen ehemaligen Polizisten aus Allen Parish, USA schockiert, weil ihnen eine Grabstelle aufgrund ihrer Rasse verweigert wurde.

Der Vorfall ereignete sich, als die Frau von Semien, Karla Semien, sich bei einem Friedhof erkundigte, nachdem ihr Mann am 24. Januar 2021 verstarb. Im Gespräch über mögliche Grabstellen war Karla wie vor den Kopf gestoßen, als man ihr sagte, dass ihr Mann keine Stelle bekommen würde. Der Friedhof befolgt nämlich nach wie vor Regeln, die aus den 1950er Jahren stammen. „Und darin steht, dass dort „nur Weiße“ liegen dürfen“, sagte Karla.

Semiens Tochter Shayla bestätigte diesen Vorfall, nachdem die Mitarbeiter ihr einen Vertrag zeigten, auf dem Stand, dass sie „das Recht haben, nur Weiße hier zu begraben“.

Sie fügte hinzu: „Sie hatte diese ganzen Papiere in ihrer Hand, die laut eigener Aussage mehr als 70 Jahre alt waren. Sollten wir ihn wirklich hier begraben wollen, bräuchten wir die Erlaubnis des Vorstands, weil er ein schwarzer Mann ist.“

Darrell Semien lebte über Jahrzehnte in diesem Ort und hatte 15 Jahre seines Lebens damit verbracht, die Gemeinschaft als Polizist zu beschützen. „Mein Vater war nicht irgendwer, er war ein großartiger Mann. Er war 15 Jahre lang in derselben Community Polizist. Jetzt wird ihm eine Grabstelle aufgrund seiner Hautfarbe verweigert“, sagte Shayla.

Nachdem dieser unfassbare Vorfall publik wurde, rief H. Creig Vizena, der Vorstand des Friedhofs, ein Notversammlung ein. Anschließend wurden die Regeln überarbeitet und die Frau, die dem verstorbenen Polizisten die Grabstelle verweigerte, wurde gefeuert. Weiter sagte Vizena, dass er nur davon erfahren hatte, weil ihn ein Polizist, der Semien kannte, darauf ansprach.

Obwohl Vizena schnell handelte und das Problem aus der Welt räumte, liegt es ihm nach wie vor schwer im Magen: „Diese Narbe wird dieser Friedhof und unsere Community noch länger haben“. Er entschuldigte sich bei der Familie von Semien und bot ihnen sogar einen Platz an, der für ihn vorgesehen war. Die Familie lehnte ab.

Es war der Wunsch des Mannes

Karla gab an, dass es der Wunsch ihres Mannes gewesen war, auf dem Friedhof von Oaklin Springs begraben zu werden, weil dieser näher an ihrem Zuhause ist. Doch sie entschied sich um, nachdem der Friedhof ihren Mann rassistisch beleidigt hatte. Die Familie lässt ihren Vater nun etwa 20 Kilometer weiter weg bestatten.

In der Todesanzeige, die online veröffentlicht wurde, schreibt die Familie: „Darrell war ein liebender Ehemann, Vater, Großvater, Bruder, Onkel, Patenonkel und Freund. Er war immer geradeheraus, authentisch, leidenschaftlich und großzügig. Auch wenn er vielleicht etwas grimmig aussah, wenn man ihn erst einmal kennenlernte, liebte man ihn. Darrell wird für immer vermisst und bedingungslos von allen, die ihn kannten und liebten, geliebt werden.“

Eine beschämende Entscheidung, diesen Mann nicht auf den Friedhof zu lassen. Zum Glück wurde entsprechend gehandelt.

Ruhe nun in Frieden, Darrell.