Tweet about this on Twitter Pin on Pinterest Share on Facebook

Frau stirbt 27 Stunden nach Kaiserschnitt – als ihr Mann den Computer einschaltet, bricht er zusammen

Das Leben ist kurz und unvorhersehbar. Leben Sie jeden Tag, als würde es Ihr Letzter sein und schätzen Sie jeden Moment, den Sie mit Ihren Liebsten verbringen dürfen. Man weiß nie, wann sie einem aus dem Leben gerissen werden könnten.

Jemand, der dieses Gefühl ganz genau kennt, ist Matt Logelin aus Minnesota, USA. Vor einiger Zeit hat seine Geschichte die ganze Welt berührt. Wir möchten dies nun jetzt wieder mit Ihnen teilen, falls Sie sie verpasst haben.

Es war im März 2008, als Matt vor Freude fast platzte. Seine Frau hat ihm gerade ein Mädchen geschenkt.

Doch nur 27 Stunden später hat sich sein ganzes Leben verändert. Ihm widerfuhr eine unvorstellbare Tragödie – genau genommen, ein wahrer Albtraum.

Einige Zeit später hatte er eine Eingebung, dass er seinen Computer einschalten sollte. Dies war der Zeitpunkt, an dem Dinge wieder einen Sinn bekommen sollten und er seine Kraft wiedererlangte.

Alles begann in den High-School-Jahren, als Matt Liz in Minnetonka, Minnesota, kennenlernte.

Damals wusste er noch nicht, dass sie später seine Frau und die Mutter seines Kindes werden würde.

Matt und Liz waren nicht nur High-School-Sweethearts, sondern die Liebe ihrer beiden Leben.

YouTube/Rachael Ray

Ein amerikanisches Kinderlied besagt: “First comes love, then comes marriage, then comes baby in the baby carriage”. Übersetzt heißt dies in etwa, dass zuerst die Liebe ins Leben tritt, danach geheiratet wird, und am Ende das Baby in der Babykrippe kommt.

Auf diese beiden Verliebten könnte dieses Lied nicht besser zutreffen. Es scheint, als wäre ihre Zukunft perfekt.

Obwohl sie ihre College-Jahre nicht gemeinsam verbrachten, haben sie ihre Liebe in Form einer Fernbeziehung aufrechterhalten, berichtet StarTribune.

Nachdem sie acht Jahre zusammen waren, hat Matt während eines Nepal-Trips um ihre Hand angehalten. Sie sind danach gemeinsam nach Los Angeles gezogen.

YouTube/Rachael Ray

Als Liz schwanger wurde, starteten die beiden einen Blog, in dem sie ihre Familien und Verwandten in Minnesota über die Schwangerschaft und ihre gemeinsame Zeit up-to-date hielten.

Liz’ Schwangerschaft war alles andere als einfach. Sie war während ihrer letzten fünf Wochen bettlägerig. Die Ärzte haben ihr erklärt, dass sie sieben Wochen vor dem eigentlichen Entbindungsdatum einen Kaiserschnitt haben sollte.

Am 24. März 2008 wurde somit Madeline Elizabeth Logelin vorzeitig – aber gesund und munter – durch einen Kaiserschnitt geboren.

Liz jedoch war nach Strapazen, sowie der langwierigen und komplizierten Entbindung, schwach. Sie konnte ihr neugeborenes Baby nur für einen Augenblick sehen, bevor sie sich wieder ausruhen musste. Die Ärzte drängten sie dazu, sich 24 Stunden lang auszuruhen, um genug Kraft zu schöpfen, damit sie ihr Neugeborenes halten konnte.

„Ich musste meine Zeit zwischen Liz in ihrem Krankenhauszimmer und Madeline aufteilen,“ sagte Matt, als er in einem Interview in der Rachael Ray Show von diesem Tag erzählte.

YouTube/Rachael Ray

Nachdem Liz am nächsten Tag aufwachte, gaben ihr die Krankenhausmitarbeiter grünes Licht, dass sie nun mit ihrem Neugeborenen vereint werden dürfte.

Matt half ihr auf die Beine und sie machte einige Schritte. Es war geplant, dass sie in einem Rollstuhl zu Madeline gebracht werden sollte. Doch bis zum Rollstuhl schaffte sie es nicht. Sie kollabierte an Ort und Stelle.

„Auf einmal waren eine Handvoll Ärzte und Krankenschwestern im Raum und ich musste auf der Stelle raus,“ erzählte Matt. „Ich erinnere mich daran, dass zwei von ihnen Arm in Arm aus dem Zimmer gingen und weinten. Da wusste ich, dass Liz nicht mehr unter uns war.“

Liz starb nur 27 Stunden der Geburt ihres Babys. Die Ursache für ihren Tod war eine Lungenembolie, die durch ein Gerinnsel in ihrem Bein verursacht wurde, welches sich in ihre Lunge bewegte. Die Ärzte taten alles, konnten aber ihr Leben nicht mehr retten.

YouTube/Rachael Ray

Die meisten Menschen erinnern sich als die Tage nach der Geburt ihres Babys als die schönsten Tage ihres Lebens. Matts Glücksgefühle trafen auf herzzerreißenden Schmerz, einen größer, als er ihn sich jemals hätte vorstellen können – den Verlust seines Seelenverwandten.

Er war am Boden zerstört.

YouTube/Rachael Ray

Ein Leben ohne Liz war nicht einfach. Über Monate hinweg schlief Matt auf der Couch, da es zu schmerzhaft für ihn war, das gemeinsame Schlafzimmer zu betreten.

Nach einiger Zeit jedoch musste der verwitwete Vater irgendwie mit seinem Leben weitermachen und für sein kleines Mädchen stark sein. Wie er später sagte, war es sein kleines Mädchen „Maddy“, das ihm half, diese schlimme Zeit zu überstehen.

Eines Tages sammelte er genug Kraft, um Liz’ alten Computer einzuschalten. Direkt vor ihm war der Blog, den sie zusammen in der Schwangerschaft geschrieben hatten.

Er beschloss, dass er ihn mehr als alles andere weiterschreiben musste, um sich von seinen Schmerzen zu befreien und um mit dem Heilungsprozess zu beginnen. Er musste vor allem um Liz’ Willen schreiben. Und so schrieb er und schrieb er … immer weiter.

YouTube/Rachael Ray

Der Blog war wie eine Therapie für ihn, durch welche er seinen Schmerz ausdrücken konnte, den er erlitt, als er die Liebe seines Lebens verlor.

Die Gefühle waren echt und Tausende verliebten sich in seinen Blog. Nur wenige Monate später hatte er täglich 40.000 Leser.

Matt konnte sich niemals ausmalen, wie viel Trost und Unterstützung er parallel zu dieser erlösenden Erfahrung von Tausenden von fremden Menschen erhalten würde, die ihm täglich schrieben.

Es war ein breites Spektrum – von Ratschlägen darüber, wie man die Aufgabe, alleinerziehender Vater zu sein, meistert, bis hin zu Trostbriefen.

Dies hatte ihn tief berührt.

YouTube/Rachael Ray

Aus Matts Blog ist mittlerweile ein Buch geworden und danach ein Memoir names „Two Kisses for Maddy: A Memoir of Loss and Love“ [übersetzt: Zwei Küsse für Maddy: Ein Memoir von Verlust und Liebe]. Matt gründete auch eine Stiftung (die Liz Logelin Foundation), nach seiner verstorbenen Frau, welche junge Familien in den schwierigsten Zeiten unterstützt.

Im vorigen Jahr berichtete StarTribune darüber, dass der Schauspieler Channing Tatum und seine Produktionsfirma die Rechte an Matts Buch und Geschichte erworben hätten, um diese möglicherweise in einen Film zu verwandeln.

Madeline wuchs zum glücklichen und klugen Mädchen heran. Ihrem Vater zufolge hat sie sich noch nicht entschieden, ob sie eine Künstlerin, Weltraumwissenschaftlerin oder eine Meeresbiologin werden möchte, wenn sie einmal groß ist.

Matt sagt auch, sie sei das Spiegelbild ihrer verstorbenen Mutter. In ihrer Erziehung hat Matt immer dafür gesorgt, dass Liz auf die eine oder andere Weise präsent ist.

„Wir sprechen immer noch täglich über sie,“ erzählt Matt StarTribune. „Ich habe leider nicht für alles eine Antwort, aber so funktioniert es für uns beide am besten. Sie scheint unheimlich glücklich zu sein.“

StarTribune

Der Schmerz, den Matt durchstehen musste, ist unvorstellbar. Er hat jedoch seine Energie darauf gelenkt, Liebe anstatt Wut zu verbreiten. Maddy kann sich wahrlich glücklich schätzen, so einen liebevollen Vater zu haben.

Bitte erwägen Sie, diese bewegende Geschichte mit Ihren Liebsten zu teilen – zu Ehren aller verwitweten Elternteile.